Mit mehreren Schreiben am Waldeingang wenden sich Anwohner an die Hundebesitzer im Dortmund Süden. © Jörg Bauerfeld
Zoff um Lautstärke

Hundegebell im Wald ist „zu laut“: Anwohner schreiben skurrile Zettelbotschaft

Der Aplerbecker Wald ist ein Naherholungsgebiet. Auch zahlreiche Hundebesitzer schätzen die weitläufigen Waldwege. Aber die Vierbeiner sind wohl zu laut. Jetzt gibt es Ärger mit Anwohnern.

Es ist der einzige offiziell ausgewiesene Parkplatz für Besucher des Aplerbecker Waldes. Jogger treffen sich hier, Walker und Radfahrer. Und natürlich auch Hundebesitzer mit ihren vierbeinigen Begleitern. Die weitläufigen Wanderwege laden dazu ein.

Zahlreiche Hundebesitzer nutzen den Wald für Spaziergänge

Auch für die Reiter hat der Wald einiges zu bieten. Extrawege sind ausgeschildert, damit sich Hund, Spaziergänger und Pferd nicht zu nahe kommen. Jetzt bahnt sich jedoch Ärger an. Ärger durch Menschen, die vermutlich – so meinen es die Spaziergänger – an der Schwerter Straße wohnen.

Diese Anwohner haben nichts gegen den Wald, aber gegen Hundebesitzer. Oder besser gesagt etwas gegen das Gebell der Vierbeiner.

Ingo Schrade ist mit seinen beiden Hunden Amigo und Wilma unterwegs. Rechts im Bild sitzt Manni.
Ingo Schrade ist mit seinen beiden Hunden Amigo und Wilma unterwegs. Rechts im Bild sitzt Manni. © Jörg Bauerfeld © Jörg Bauerfeld

Seit kurzem hängen nämlich an allen Zugängen vom Parkplatz aus in Richtung Wald in Folie gepackte Schreiben. Unterschrieben mit „einige Anwohner“. Darin geht es um das Bellen der Hunde. Es werde als Ruhestörung wahrgenommen.

Und in dem Schreiben wird auch gleich eine Rechnung aufgemacht: Wenn jeder Hund auf dem Parkplatz für zwei Minuten bellt und laut den Anwohnern circa 100 Autos am Tag mit Hunden im Gepäck dort parken, sei es zu laut.

Eine energische Bitte in schriftlicher Form

Die ausgehängten Briefe, die sich an alle Hundebesitzer und Hundeschulen richten, sind allerdings nicht als Drohbriefe formuliert. Eher als eine energische Bitte, mit der die Anwohner mehr Rücksichtnahme einfordern. Die Hundebesitzer können diese dennoch nicht nachvollziehen. „Ich gehe hier oft mit meinen Hunden spazieren, habe aber bisher eher selten Hunde bellen gehört“, sagt Ingo Schrade.

Er ist mit seinen beiden Hunden Amigo und Wilma unterwegs. Eine weitere Hundebesitzerin kann die Aushänge auch nicht verstehen. „Es gibt immer wieder welche, die sich beschweren. Das wird immer schlimmer“, sagt die junge Frau und macht sich mit Hund Manni auf den Heimweg.

Hundebesitzer antworten auf Schreiben

Ein anderer Hundebesitzer hat sich derselben Diskussionsform bedient wie „einige Anwohner“. Er hat unter das Schreiben einfach ein eigenes Schreiben geheftet und mit „1 Hundebesitzer“ unterzeichnet. Er könne das Anliegen nur bedingt verstehen, so schreibt er.

Und weiter: Zum Glück seien die Corona-Regeln gelockert worden, sodass die Anwohner die Hunde bald nicht mehr bellen hören würden. „Durch die Lautstärke vom Stadion und des Schützenvereins, werden sie die Hunde nicht mehr hören können.“

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Jörg Bauerfeld, Redakteur, berichtet hauptsächlich in Wort, Bild und Ton aus dem Dortmunder Süden.
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Jörg Bauerfeld

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