Über die Askania-Filiale im Rodenbergcenter gab es Schließungsgerüchte. © Jörg Bauerfeld
Wirtschaft in Dortmund

Gerüchteküche läuft heiß: Muss Askania im Rodenbergcenter schließen?

Leere Regale haben für Schließungsgerüchte über die Askania-Filiale gesorgt. Zumal die Kette bereits im Februar einen Insolvenzantrag gestellt hatte. Doch was ist dran an den Gerüchten?

Wenn es um Bastel- oder Schreibbedarf geht, dann ist der Name „Askania“ durchaus Programm. Die Kette aus Recklinghausen hat praktisch in jedem Ort eine Filiale und ist nicht nur im Ruhrgebiet zu finden. Im Februar 2021 hat die Firma einen Insolvenzantrag gestellt. Und seitdem reißen die Gerüchte über Askania nicht ab.

Wie geht es weiter? Werden Filialen geschlossen und wenn ja, welche? Auch in Aplerbeck ist scheinbar die Sorge große, dass die Filiale im Rodenbergcenter zeitnah geschlossen wird. Der Grund für das Gerücht: leere Regale und eine zeitweise geschlossene Tür.

Terminvergabe zurzeit noch in der Filiale möglich

Am Dienstag (23.2.) sah es schon wieder ganz anders aus am Rodenbergcenter. In der Askania-Filiale brannte Licht, ein Zettel an der Tür wies auf die Möglichkeit von „Click & Meet“ hin. Eine Terminvergabe sei unter Tel. (0231) 941 55 51 oder direkt an der Tür zum Verkaufsraum möglich.

„Wir schließen unsere Läden nur, wenn es aufgrund der Corona-Verordnung so vorgegeben wird“, sagt Stefan Günzerodt, Einkaufsleiter bei der Askania GmbH.

Aber alle diese Schließungen hätten nichts mit dem Insolvenzverfahren zu tun. „Im Moment ist die Insolvenzverwaltung dabei, in einem Verfahren Interessenten für die Übernahme von Askania zu suchen“, sagt Stefan Günzerodt.

Interessenten gibt es schon

Es seien durchaus Interessenten vorhanden, mit denen in der kommenden Zeit Gespräche geführt würden. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir eine Lösung finden, dass ein Großteil der Märkte auch in Zukunft Bestand haben kann“, sagt Stefan Günzerodt.

Die Askania-Filiale im Rodenbergcenter ist vorerst nicht in Gefahr. Die Kette hofft sogar, dass die meisten Filialen auch nach der Übergabe an einen Interessenten bestehen bleiben können.
Die Askania-Filiale im Rodenbergcenter ist vorerst nicht in Gefahr. Die Kette hofft sogar, dass die meisten Filialen auch nach der Übergabe an einen Interessenten bestehen bleiben können. © Archiv © Archiv

Die Wahrscheinlichkeit, dass Standorte wie der Markt im Rodenbergcenter in Aplerbeck weiter existieren werden, sei schon recht groß. So zumindest die Hoffnung von Stefan Günzerodt.

„Wir leben noch, wir atmen noch und wir arbeiten noch. Askania gibt es noch“, betont Stefan Günzerodt. „Und wenn es möglich ist, wollen wir auch weiterarbeiten.“ Aber, was war dann in Aplerbeck los?

Es gebe ein Problem mit der Nachversorgung einiger Filialen. So habe man nach dem Lockdown erst einmal wieder angefangen zu verkaufen. Die Regale wurden dann leerer, dann aber auch wieder gefüllt. „Die Filiale in Aplerbeck hat gerade wieder Ware bekommen, hier müssten die Regale wieder anders aussehen“, sagt Stefan Günzerodt.

Die Frage ist, wie es ab Montag weitergeht

Wie es aber dann ab Montag (29.3.) weitergeht, wenn die Corona-Notbremse in NRW greift, dazu konnte Stefan Günzerodt am Dienstag (23.3.) noch nichts sagen. „Wir versuchen es mit „Click & Collect“. Die Frage ist, ob sich das lohnt.“

Und wie geht es mit der GmbH weiter? Idealerweise sollte vor Beginn des neuen Schuljahres 2021/2022 eine Übernahme der Märkte erfolgt sein. „Das ist unser Weihnachtsgeschäft“, erklärt Stefan Günzerodt.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Jörg Bauerfeld, Redakteur, berichtet hauptsächlich in Wort, Bild und Ton aus dem Dortmunder Süden.
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