Sie stehen bereit: die drei Apothekerinnen Christiane Herzog, Alexandra Hufnagel und Dr. Fabienne Schulte-Noelle (v.l.). Am 1. April soll es mit den Corona-Schnelltests auf der Harkortstraße losgehen. © Britta Linnhoff
Start im April

Frauenpower gegen Corona: Schnelltest-Zelt auf der Harkortstraße

Immer mehr Schnelltest-Zentren werden eröffnet. Im Stadtbezirk Hombruch war das Angebot bisher eher mau. Doch das wird sich schon bald ändern: mit einem Testzelt von drei Apotheken.

Gute Ideen entstehen ja oft abends bei einem gemeinsamen Glas Bier oder Wein. Diese Möglichkeit gibt es in Pandemie-Zeiten nicht. Aber es war auch am Abend, als eine junge Hombrucherin eine Idee hatte, die nun allen Menschen im Stadtbezirk im Kampf gegen das Coronavirus zugute kommt.

In anderen Ländern, die schon weiter sind mit dem Testen und Impfen, wird es nahezu überall gemacht: Es gibt Drive In-Schnelltests oder die Impf-Ecke neben den Chips im Supermarkt. Hombruch macht‘s nach: An der Harkortstraße wird es bald die Gelegenheit geben, einen Corona-Schnelltest zu machen. Nicht neben den Chips, sondern direkt neben der Löwen-Apotheke an der Harkortstraße 51a an der Kirche.

Und die Idee dazu entstand so: Alexandra Hufnagel von der Fleming Apotheke an der Harkortstraße 38 saß wie ihre Kolleginnen Dr. Fabienne Schulte-Noelle von der Amtshaus Apotheke an der Harkortstraße 18 und Christiane Herzog von der Löwen-Apotheke für eine Weiterbildung am Computer. Es ging dabei auch um die Einrichtung von Testzentren.

Für den „Bürgerschnelltest“ tun sich in Hombruch drei Apotheken zusammen. Getestet wird von montags bis samstags.
Für den „Bürgerschnelltest“ tun sich in Hombruch drei Apotheken zusammen. Getestet wird von montags bis samstags. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Gemeinsames Engagement funktioniert besser

Danach war allen klar: Alleine ist das nicht zu stemmen. Allein die Tatsache, dass die Vorschriften verlangten, dass man mindestens 20 Stunden in der Woche Tests anbieten müsse. Die Jüngste im Bunde, die 29-Jährige Alexandra Hufnagel von der Fleming-Apotheke ergriff schließlich die Initiative und rief ihre Kolleginnen Fabienne Schulte-Noelle (41) und Christiane Herzog (53) an.

Man kennt sich lange, und so war schnell klar: „Wir machen das gemeinsam.“ Frauenpower aus Hombruch für Hombruch. Die drei Frauen fackelten nicht lange: Start der neuen Corona-Teststation soll am 1. April sein. Und weil da am meisten Platz ist, steht das Zelt neben der Löwen-Apotheke.

Jede der drei Apotheken übernimmt jeweils sieben Stunden in der Woche im Testzelt. Immer zu zweit wollen sie bereit stehen. Einfach hingehen und den Mund aufmachen, funktioniert aber leider nicht. „Man muss sich online anmelden“, sagen die drei Frauen. Damit vermeiden die Drei den Papierkram vor Ort. Mehr Aufwand mit potentiellem Infektionsrisiko.

Die neue Teststelle hat für die Menschen in Hombruch nicht nur den Vorteil des kurzen Weges, sondern noch einen anderen: Proben, deren Ergebnis positiv ausfallen, werden direkt in ein Labor für einen verlässlicheren PCR-Test geschickt. Ein weiterer Abstrich ist nicht nötig.

So kann man sich anmelden

Anmelden kann man sich auf den Homepages der drei Apotheken:

Amtshaus Apotheke

Löwen-Apotheke

Fleming-Apotheke

Die Anmeldemöglichkeiten auf ihren Internetseiten wollen die Apotheke in diesen Tagen freischalten.

Ab April wird auch auf der Harkortstraße zum Teststäbchen gegriffen.
Ab April wird auch auf der Harkortstraße zum Teststäbchen gegriffen. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Geplant sind folgende Testzeiten in dem Zelt:

  • montags bis mittwochs: vormittags von 9 bis 12 Uhr
  • donnerstags: nachmittags von 14.30 bis 18 Uhr
  • freitags: vormittags 9 bis 12 Uhr und nachmittags: 14.30 bis 18 Uhr
  • samstags: vormittags: 9 bis 12 Uhr

Ergebnis kommt per E-Mail

Wer sich testen lässt, bekommt sein Ergebnis per E-Mail. Wichtig ist: Wer sich hier per Schnelltest testen lassen will, der muss symptomfrei sein, sagt Fabienne Schulte-Noelle. Es gehe hier um die „kostenlose Bürgertestung“. Jeder kann sich einmal in der Woche kostenlos auf das Coronavirus testen lassen.

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Redaktion Dortmund
Leben erleben, mit allem was dazugehört, das ist die Arbeit in einer Lokalredaktion, und das wird auch nach mehr als 30 Jahren niemals langweilig, in der Heimatstadt Dortmund sowieso nicht. Seriöse Recherche für verlässliche Informationen ist dabei immer das oberste Gebot.
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