Vor Jahren war hier die Erstaufnahme-Einrichtung des Landes für Asylbewerber. © Dieter Menne (A)
Flucht und Migration

Flüchtlinge sind weg – was passiert mit der Erstaufnahmeinrichtung?

Lange war in dem Gebäude eine Schule. Als die weg war, kamen die Flüchtlinge. Als die wiederum gingen, kam - nichts. Schon lange sind die Gebäude an der Glückaufsegenstraße verwaist.

Wer mit der U49 von Hacheney Richtung Innenstadt unterwegs ist, sieht die zahlreichen Gebäude am Ende der Glückaufsegenstraße ein Stück entlang der Bahnstrecke. Sie liegen schon lange verwaist.

Von der Straße aus ist die riesige Fläche kaum einzusehen. Die kleine Ab- und Auffahrt zur B 54 liegt ein gutes Stück vor dem Eingangstor zur ehemaligen Flüchtlingsunterkunft.

Fünf Jahre ist das her: Das Ordnungsamt sperrte im August 2015 die Glückaufsegenstraße, weil die Erstaufnahmeeinrichtung überfüllt war. © Dieter Menne © Dieter Menne

Bis 2016 waren hier Flüchtlinge untergebracht. Es war die Zeit der Ankünfte der Flüchtlinge. Es war die Zeit, als an der Glückaufsegenstraße die Menschen standen, die von weither kamen und in Hacheney gestrandet waren, weil die Tore wegen Überfüllung zeitweise geschlossen blieben.

Dann zog die Erstaufnahmeeinrichtug aus Dortmund weg. Seitdem ist das Gegenteil von Überfüllung zu beobachten – gähnende Leere. Nur die Polizei war mal da, um für Einsätze zu üben. Auch das ist vorbei.

Das war 2018. Und jetzt, 2020? Viel Neues gibt es nicht als Ergebnis der Anfrage bei der Stadt. Perspektivisch sei die Entwicklung eines neuen Wohnquartiers angedacht, heißt es.

Dazu müsse der Bebauugsplan geändert werden, denn dieser, so Stadtsprecher Christian Schön, setze bislang eine „Gemeinbedarfsfläche mit der Zweckbestimmung der Erstaufnahmeeinrichtung fest“. Wie schnell das alles über die Bühne gehe, könne man derzeit nicht sagen.

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Britta Linnhoff

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