Die geretteten Kaninchen im Mannschaftsraum eines Löschfahrzeugs. © Feuerwehr Dortmund
Feuer in Dortmund

Feuerwehr rettet mehr als 20 Tiere aus den Flammen: Gartenlaube brannte

Die Rettungsaktion der Feuerwehr war schon ungewöhnlich, die Menge der Geretteten auch. Eine Laube einer Kleingartenanlage im Dortmunder Süden brannte lichterloh. Es ging um Sekunden.

Den Brandort am Sonntagabend (7.2.) zu finden, war für die Feuerwehr kein Problem „Die Flammen konnte man schon von weiten sehen“, so ein Sprecher der Feuerwehr Dortmund. Einsatzkräfte der Dortmunder Berufsfeuerwehr und der Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr Sölde rückten zum Brandort aus.

Mehrere Gasflaschen explodierten bei dem Brand

Südlich der Bahnstrecke in Höhe der neuen Unterführung an der Vellinghauser Straße brannte eine Gartenlaube lichterloh. Und nicht nur das: In der Laube lagerten zahlreiche Propangasflaschen, die die Löscharbeiten erschwerten. Mehrere dieser Flaschen explodierten an Ort und Stelle, verletzt wurde zum Glück keiner der Einsatzkräfte. Menschen befanden sich nicht mehr in der Laube.

Die Gartenlaube brannte in voller Ausdehnung.
Die Gartenlaube brannte in voller Ausdehnung. © Feuerwehr Dortmund © Feuerwehr Dortmund

Auch die Bewohner eines in der Nachbarschaft befindlichen Verschlages kamen vermutlich alle mit dem Schrecken davon und fanden sich plötzlich in einem Einsatzfahrzeug der Feuerwehr wieder.

20 Kaninchen und eine Taube retteten die Einsatzkräfte vor den Flammen, packten sie in einen Käfig und verfrachteten sie erst einmal in eines der Einsatzfahrzeuge.

Der Besitzer konnte seine Tiere in Empfang nehmen

Der glückliche Besitzer konnte sie später in Empfang nehmen. An der Brandbekämpfung und der Tierrettung waren insgesamt 40 Mitarbeiter der Feuerwehr und des Rettungsdienstes beteiligt.

Der Tag nach dem Brand: Im Hintergrund sind noch die verkohlten Überreste der Laube zu sehen.
Der Tag nach dem Brand: Im Hintergrund sind noch die verkohlten Überreste der Laube zu sehen. © Jörg Bauerfeld © Jörg Bauerfeld

Warum das Feuer ausbrach, das konnte sich der Laubenbesitzer auch einen Tag später nicht erklären. Am Montagmittag (8.2.) begann er mit den Aufräumarbeiten. Vier Kaninchen werden noch vermisst, die Tiere sollen sich aber bei einem Nachbarn befinden. „Wir müssen jetzt alles wieder aufbauen, es steht ja nicht mehr viel“, sagt der Gartenfreund mit Blick auf die verkohlten Überreste seiner Laube.

Das Feuer war im Übrigen das erste in der Gartenanlage, an das sich der erste Vorsitzende, Dirk Nusch, erinnern kann. „Es hat mal kurz ein Komposthaufen gekokelt. Mehr nicht“, sagt Nusch. Die Gartenanlage besteht seit Mitte der 80er-Jahre. Erst als Grabeland, auf dem die Gartenlauben mehr geduldet waren, dann als eingetragener Verein.

2012 war das, als die Gartenfreunde zusammen mit der Stadt Dortmund das alte Grabeland offiziell in eine öffentliche Gartenanlage umwandelten. Dirk Nusch ist seitdem auch der Vorsitzende der Gartenfreunde Sölde. „Wir hatten bisher wenig zu tun mit Einbrüchen oder Brandstiftung“, so Nusch. Daher geht er auch erst einmal davon aus, dass es sich bei dem Brand eher um einen technischen Defekt gehandelt hat.

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Redaktion Dortmund
Jörg Bauerfeld, Redakteur, berichtet hauptsächlich in Wort, Bild und Ton aus dem Dortmunder Süden.
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