Im Keller des neuen Donetz-Gebäudes gibt es unglaubliche viele Kabel, die hier zusammenlaufen und auch wieder hinaus. © Jörg Bauerfeld
Stromversorgung

Einblick in verborgene Welten: Hier kommt der Strom für Tausende Haushalte her

Ein Gebäude, das auf den ersten Blick aussieht wie ein Wohnhaus. Dann fallen die kleinen Fenster und die schweren Türen auf. Dicke Leitungen führen hinein – es liegt Spannung in der Luft.

Wie findet der Strom seinen Weg in die Haushalte? Gut, den meisten wird’s egal sein. Stecker in die Steckdose, Strom fließt, fertig. Nur bis es so weit ist, muss die Donetz, Tochterfirma der DEW21 eine Menge logistische Arbeit verrichten. Und sie muss ein Stromnetz im Blick haben, dass die mehr als 600.000 Einwohner flächendeckend und ohne Probleme versorgt.

Von außen sieht das Gebäude fast aus wie ein Wohnhaus.
Von außen sieht das Gebäude fast aus wie ein Wohnhaus. © Jörg Bauerfeld © Jörg Bauerfeld

Das Gebäude an der Ziegelhüttenstraße in Hörde ist da ein ganz wichtiger Bestandteil. Es ist vollgestopft mit Kabeln und neuester Technik und die Redaktion durfte einmal einen Blick hinter die Kulissen werfen. In eine verborgene Welt für die Dortmunder Verbraucher.

Tausende Haushalte werden von der neuen Station versorgt

Noch ist die Ziegelhüttenstraße gesperrt. Die kleine Straße zwischen der Straße „An der Goymark“ und der Wellinghoferstraße ist im Bereich Brücherhof die wichtigste Straße überhaupt geworden, was die Stromversorgung angeht.

Von hier werden Tausende von Haushalten direkt mit Strom versorgt und viele weitere tausend indirekt. Aber was ist das nun eigentlich, das neue Donetz-Gebäude Brücherhof?

Der 10-KV-Schalterraum: Der befindet sich im Erdgeschoss des neuen Gebäudes. Hier können Stromflüsse umgeleitet werden.
Der 10-KV-Schalterraum: Der befindet sich im Erdgeschoss des neuen Gebäudes. Hier können Stromflüsse umgeleitet werden. © Jörg Bauerfeld © Jörg Bauerfeld

Es ist beeindruckend, das einmal vorneweg. Und das wohl Imposanteste, zumindest für einen Strom-Laien, ist der Keller. Kabel über Kabel sind hier zu sehen. Kabel die in den Baukörper hereingehen, Kabel die aus dem Haus herausgehen. Alles unter Spannung. 10.000 Volt sind auf jedem der Kabelstränge. Und hier im Keller beginnt auch das eigentliche „Stromwunder“.

Aus 10.000 Volt werden 400 Volt

Denn in der 10-KV-Hauptverteilerstation-Brücherhof kommt mächtig Wumms aus der großen Umspannanlage in Hörde an. Die fährt die Spannung schon runter von 100.000 Volt auf 10.000 Volt. Die kommen in Form dreier Kabel in dem neuen Verteilergebäude an und versorgen die gesamte Anlage mit Energie – und nicht nur die.

Die sogenannte Warte befindet sich in der ersten Etage. Hier laufen die Fehlermeldungen auf.
Die sogenannte Warte befindet sich in der ersten Etage. Hier laufen die Fehlermeldungen auf. © Jörg Bauerfeld © Jörg Bauerfeld

Ein Teil des Stroms wird durch die Schaltanlage im Erdgeschoss über 10-KV-Kabel (10.000 Volt) an andere Ortsteilstationen verteilt und wird dort für eine bestimmte Menge von Haushalten umgewandelt in 400 Volt. Also in das, was aus der Steckdose kommt.

Von den Hauptverteilerstationen gibt es 50 Stück im Stadtgebiet

Hier dreht sich alles um die knapp 8000 Haushalte, die im Bereich Brücherhof versorgt werden müssen.

Daher auch der Begriff: Hauptverteilerstation. Davon gibt es über 50 im gesamten Stadtgebiet. Aber nur zwei sind schon so modern wie die Station Brücherhof. Der Clou an dem neuen Gebäude ist aber die Technik. Bei Fehlern beispielsweise kann alles von außerhalb geschaltet werden, damit die Verbraucher auch nicht zu lange ohne Strom dasitzen.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Jörg Bauerfeld, Redakteur, berichtet hauptsächlich in Wort, Bild und Ton aus dem Dortmunder Süden.
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