Im Videogespräch mit Marion Lobien, die eine Wohnung in dem W.I.R.-Projekt mieten wird, und Birgit Pohlmann, die als Moderatorin das Projekt begleitet. © Jörg Bauerfeld
Bauen in Dortmund

Ein Biotop wird bebaut: Ein Generationenprojekt gehört zu den Gewinnern

Enttäuschung auf der einen, Erleichterung auf der anderen Seite. Während Mitglieder einer Bürgerinitiative geknickt sind, sind die „Neubewohner“ ihrem Traum ein Stück näher.

Es ist kein Jubel, es ist mehr Erleichterung. Erleichterung darüber, „dass jetzt ein Traum in Erfüllung geht“, sagt Marion Lobien. Sie gehört zu den neuen Bewohnern eines Generationenprojektes, das auf einer lange umstrittenen Fläche in Menglinghausen entstehen soll.

Bürgerinitiative kämpfte Jahre dagegen an

Jahrelang hat eine Bürgerinitiative versucht, die Bebauung einer großen Weide und eines ehemaligen Grabelandes südlich des Restaurants Lennhof zu verhindern. Am Mittwoch (3.2.) gab der Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt, Stadtgestaltung und Wohnen dennoch sein Ok.

So wird die Fläche in Menglinghausen einmal aussehen. Oben links ist der Bereich des W.I.R-Projektes.
So wird die Fläche in Menglinghausen einmal aussehen. Oben links ist der Bereich des W.I.R-Projektes. © Projektteam © Projektteam

Damit ist wohl der Weg frei für die Bebauung. Und damit auch frei für ein großes Generationenprojekt. Es ist das mittlerweile neunte seiner Art in Dortmund. W.I.R. (Wohnen Innovativ Realisieren) steckt dahinter. Ein gemeinnütziger Verein, der für die Idee eines generationsübergreifenden, gemeinschaftlichen Wohnens und deren Realisierung in konkreten Wohnprojekten steht.

Projekt besteht aus Mietwohnungen und Reihenhäusern

Also Jung und Alt, Familien und Singles, die alle miteinander wohnen und leben. Natürlich in eigenen abgeschlossenen Wohnungen oder Häusern. Aber die W.I.R.-Projekte sind darauf aufgebaut, füreinander da zu sein.

Das Wohnprojekt in Menglinghausen besteht aus 23 Mietwohnungen, teilweise mit Wohnberechtigungsschein und fünf Reihenhäusern, ebenfalls zur Miete und alle mit Wohnberechtigungsschein.

Die Planung ist weitgehend abgeschlossen, der Einzug ist voraussichtlich Mitte 2023 geplant. Ende 2017 habe die Gruppe begonnen, ihre gemeinsamen Überlegungen und Vorstellungen in dieses Projekt einzubringen, so Birgit Pohlmann. Sie ist Diplom-Ingenieurin für Raumplanung und begleitet das Bauprojekt Am Lennhofe als Moderatorin.

Eine ganz besondere Nachbarschaft die entsteht

„Uns ist wichtig auch einmal zu sagen, dass hier was Tolles entstehen wird“, sagt Birgit Pohlmann. „Es ist eine ganz besondere Nachbarschaft, die in diesen Projekten entsteht.“

Und es werden noch Menschen gesucht, die sich für das W.I.R.-Projekt Am Lennhofe interessieren. Die Gruppe ist weiterhin im Aufbau und sucht Mitbewohner und Mitbewohnerinnen. Dafür gibt es einen E-Mail-Kontakt: wir-am-ruepingsbach@t- online.de

Aber das Generationen-Wohn-Projekt, ist nicht das Einzige, was Am Lennhofe entstehen soll. Geplant sind derzeit 103 Einheiten. Von denen werden insgesamt 37 neue Wohnungen öffentlich gefördert.

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Redaktion Dortmund
Jörg Bauerfeld, Redakteur, berichtet hauptsächlich in Wort, Bild und Ton aus dem Dortmunder Süden.
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