So sieht es morgens auf dem Schulweg aus. Schmaler Bürgersteig, der von Büschen überwuchert wird. Dazu eine enge Straße. © Privat
Gefährlicher Schulweg

Durch den „Urwald“ zur Schule: Zugewachsener Gehweg sorgt für Ärger

Aus Sicherheitsgründen schließen sich oft mehrere Kinder für ihren Schulweg zusammen. Die Sicherheit geht jedoch flöten, wenn die Gehwege beinahe unpassierbar sind.

Oft wird ja auf die Stadt Dortmund geschimpft, wenn es um zugewachsene Gehwege oder Fahrradwege geht. Manchmal zu Recht, manchmal auch zu Unrecht. Denn auch der private Haushalt muss sein Grünzeug im Zaum halten, wenn sich Büsche oder Sträucher über hilflose Gehwege hermachen.

Bitter wird es dann, wenn es sich um einen Schulweg handelt. An der Aplerbecker-Mark-Straße ist das der Fall. Hier gibt es ab der Brücke über die Bahnstrecke in Höhe des Tunnelweges nur auf einer Seite einen schmalen Gehweg. Der wird von zahlreichen Kindern genutzt, die die Aplerbecker-Mark-Grundschule an der Schwerter Straße besuchen. Wer hier genau die Verantwortung für das „Grünzeug“ trägt ist scheinbar nicht so ganz klar. Stadt oder Privateigentümer?

Enge Straße und ein zugewachsener Gehweg: An der Aplerbecker-Mark-Straße muss etwas getan werden, fordern Eltern.
Enge Straße und ein zugewachsener Gehweg: An der Aplerbecker-Mark-Straße muss etwas getan werden, fordern Eltern. © Jörg Bauerfeld © Jörg Bauerfeld

Nichtsdestotrotz, Eltern von Schülerinnen und Schüler haben sich an die Stadt Dortmund und an die Polizei gewandt. Denn dieser Schulweg birgt gleich zwei Gefahren, so die Eltern, die die Schülerinnen und Schüler auf dem Weg zur Schule begleiten. Als „Walking-Bus“, bei dem sich in der Mark Gruppen von 10 bis 20 Kindern zusammenschließen.

Auf dem Straßenstück werde zu schnell gefahren

Es sei zunächst einmal gefährlich, dass motorisierte Verkehrsteilnehmer auf der schmalen Straße, die auch nicht mehr ganz so taufrisch ist, zu schnell unterwegs seien. Zwar gilt hier Tempo 30, aber das werde, so ein Elternteil, immer wieder überschritten.

Und das zweite Problem: In dieser Jahreszeit kommt der teilweise recht üppige Wuchs der Büsche und Sträucher dazu, die weit auf den Gehweg ragen. Die Möglichkeiten auszuweichen ist hier für die Kinder gleich null. Denn ein Betreten der Fahrbahn ist auf den rund 400 Metern zwischen Brücke und Schwerter Straße nicht möglich – aufgrund der großen Anzahl der Autos.

Eltern wenden sich an Polizei und Ordnungsamt

Also heißt es für die Schulkinder: bücken und durch. Die Eltern, die die Kindergruppen zur Schule begleiten, sind die Situation auf dem Schulweg leid. Informationen über den Zustand an der Aplerbecker-Mark-Straße gingen an die Polizei und an das Ordnungsamt.

Mit der Bitte, dass die Sträucher, die den Bürgersteig überwuchern zurückgeschnitten werden. Und mit der Bitte, endlich einmal an der Aplerbecker-Mark-Straße Geschwindigkeitskontrollen durchzuführen.

Denn auch für die Kinder, die den Evangelischen Kindergarten besuchen, der genau an der Ecke Schwerter Straße / Aplerbecker-Mark-Straße liegt, stellt die Verkehrssituation vor Ort eine Gefahr dar. Hier liegt das Problem aber eher in der versetzten Kreuzung, die das Überqueren der Straße manchmal zu einem Abenteuer macht.

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Redaktion Dortmund
Jörg Bauerfeld, Redakteur, berichtet hauptsächlich in Wort, Bild und Ton aus dem Dortmunder Süden.
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