Dr. Oliver Heine füllt die Spritzen mit dem BioNTech-Impfstoff. © Jörg Bauerfeld
Corona-Impfstoff

Dortmunder Arzt auf Impftour in Unna: „Wir brauchen bald mehr Impf-Orte“

Oliver Heine ist Hausarzt im Dortmunder Süden. Bei seinen Tätigkeiten als Arzt bei der Dometec GmbH Arbeitsmedizin und Betriebssicherheit betreut er auch Menschen außerhalb Dortmunds.

Die Bewohner des „Haus Husemann“ in Unna hatten ihren ersten Feiertag in diesem Jahr schon. Über 200 von ihnen bekamen am Dienstag (26.1.) ihre zweite Impfung gegen Corona – mit dem BioNTech-Impfstoff.

„Die, die heute ihre zweite Spritze bekommen haben, sind zu 95 Prozent geschützt gegen das Coronavirus“, sagt Dr. Oliver Heine. „Ob die Geimpften aber jetzt auch noch ansteckend sind, das ist noch nicht richtig raus.“ Heine ist mit seinem Impf-Team vor Ort, um die Bewohner des Seniorenheimes zu impfen. Impf-Ort ist die Caféteria des Hauses.

Im Vordergrund die leeren Ampullen. Bis zu sieben Dosen bekommt Dr. Heine aus einer.
Im Vordergrund die leeren Ampullen. Bis zu sieben Dosen bekommt Dr. Heine aus einer. © Jörg Bauerfeld © Jörg Bauerfeld

Hier wurde eine regelrechte Impfstraße aufgebaut. Ein- und Ausgang funktionieren im Einbahnstraßensystem. Nach einer kurzen Anmeldung und namentlicher Überprüfung geht es in den Impf-Raum.

Hier gibt es dann die wertvolle Spritze. „Wir haben hier heute über 200 Personen geimpft“, sagt Dr. Heine, dem in einem Nebenraum die wohl wichtigste Aufgabe zufällt: Er muss die einzelnen Spritzen mit der richtigen Menge an Impfstoff füllen.

Es geht tatsächlich noch eine siebte Spritze

Und es ist schon erstaunlich, was sich aus so einer kleinen Ampulle des Coronaimpfstoffes herausholen lässt. Sechs Spritzen sind es, die Dr. Oliver Heine aus einer Ampulle herausbekommen muss.

Aber es geht tatsächlich noch die Siebte. „Wir schauen jetzt mal, ob die Menge noch reicht“, so der Arzt nach Nummer sechs – und es gibt tatsächlich die Nummer sieben. „Ich kann nicht sagen, ich werfe die siebte Dosis weg. Dann hätte ich den falschen Job.“

Der wertvolle Impfstoff wird mit Kochsalzlösung vermischt und gespritzt. Alles gut und schön, aber wann gibt es eine solche Spritze beim Hausarzt? „Wir haben im Moment noch nicht genug Impfstoff. Wenn der aber da ist, sollte man auch beim Hausarzt impfen können“, sagt Oliver Heine. Man könne über die Hausärzte vielmehr Leute impfen als über ein Impfzentrum. „Und das auch relativ schnell“, so Heine.

Man brauche bald mehr Möglichkeiten zum Impfen

Wenn man mehr Impfstoff bekomme, brauche man einfach andere Möglichkeiten, ihn auch schneller zu verimpfen. Seit dem 27. Dezember ist Dr. Oliver Heine mit seinem Impfteam in den Senioreneinrichtungen in Unna und Kamen unterwegs.

Im Februar ist dann erst einmal Pause. Und dann hofft Dr. Heine, dass er die Impfung gegen das Corona-Virus auch bald in seiner Praxis an der Köln-Berliner-Straße verimpfen kann.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Jörg Bauerfeld, Redakteur, berichtet hauptsächlich in Wort, Bild und Ton aus dem Dortmunder Süden.
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