So soll es auf dem derzeit brachliegenden Eckgrundstück bald aussehen: Fünf Häuser sollen zu dem neuen Gebäudekomplex gehören, verbunden über Innenhöfe, ausgestattet mit einem Mehrzweckraum, der gemeinschaftlich von allen Mietern genutzt werden kann. © Animation Kirchenkreis
Wohnprojekt

Dornröschenschlaf zu Ende: Fünf Häuser entstehen auf verwildertem Grundstück

Kaum irgendwo wird soviel gebaut wie im Stadtbezirk Hombruch. Bald gibt es ein weiteres Projekt – direkt im Stadteilzentrum. Das Projekt des Evangelischen Kirchenkreises ist ein besonderes.

Jeder, der im Herzen Hombruchs schon länger zuhause ist, kennt dieses Grundstück zwischen der Straße Am Gemeindehaus und der Steinäckerstraße. Dort, wo früher das Gemeindehaus stand. Schon länger allerdings liegt das Eckgrundstück im Dornröschenschlaf, dort können Brombeerranken, Bäume und Gestrüpp in Ruhe wachsen. Nun aber gibt es bemerkenswerte Pläne.

Baubeginn soll im Herbst sein. Die vorbereitenden Arbeiten sollen allerdings noch in diesem Monat beginnen – falls das Wetter den Plänen nicht noch einen Strich durch die Rechnung macht.

Die Rodungsarbeiten auf dem Grundstück sollen noch in diesem Monat beginnen. So der Plan. Die Witterung könnte dem allerdings noch einen Strich durch die Rechnung machen. Ein Teil der großen Bäume wird in das Bauprojekt integriert.
Die Rodungsarbeiten auf dem Grundstück sollen noch in diesem Monat beginnen. So der Plan. Die Witterung könnte dem allerdings noch einen Strich durch die Rechnung machen. Ein Teil der großen Bäume wird in das Bauprojekt integriert. © Britta Linnhoff © Britta Linnhoff

Der Evangelische Kirchenkreis Dortmund hat das Grundstück übernommen und plant hier ein, wie der Kirchenkreis sagt, ein „nachhaltiges Areal mit 40 barrierefreien Wohnungen“: Fünf Häuser sollen zu dem neuen Gebäudekomplex gehören, verbunden über Innenhöfe, ausgestattet mit einem Mehrzweckraum, der gemeinschaftlich von allen Mietern genutzt werden kann, und einer Tiefgarage.

Seniorenbüro zieht mit ein

Auch ein Seniorenbüro soll in einem der Häuser eingerichtet werden. Das Bauvorhaben an der Steinäckerstraße soll sich laut Kirchenkreis „baulich harmonisch in den Stadtteil einpassen und Teile des alten Baumbestands integrieren“.

Vor allem für ältere Bewohnerinnen und Bewohner aus Hombruch und den umliegenden Stadtteilen dürften die Wohnungen inmitten des Stadtteils attraktiv sein. Sie sollen barrierefrei sein. Einige der Wohnungen seien auch für Rollstuhlfahrer geeignet.

Die Ausstattung der Wohnungen ist jedoch nur das eine, das andere ist die zentrale Lage: Die Fußgängerzone auf der Harkortstraße ist nur wenige Gehminuten entfernt.

Bezirksbürgermeister beglückwünscht den Kirchenkreis zu den Plänen

Bezirksbürgermeister Nils Berning beglückwünscht den Kirchenkreis zu der Entscheidung, das Grundstück zu übernehmen und das Bauvorhaben dort zu realisieren.

„Der Stadtbezirk Hombruch freut sich darüber, dass hier ein weiteres Angebot zum altengerechten Wohnen für unsere Seniorinnen und Senioren entstehen wird“, so Berning. „Die Nähe zur Harkortstraße mit Ihren Geschäften und Einrichtungen wird zur Attraktivität dort zu wohnen sicher beitragen. Es ist ein Gewinn für alle – die zukünftigen Bewohner, die Geschäftswelt und natürlich auch für Hombruch“, ist sich der Bürgermeister sicher. Er wünscht „viel Erfolg und gutes Gelingen bei der Entwicklung dieses Projekts“.

Das Projekt sei eine „sinnvolle Investition in mehrfacher Hinsicht
Das Projekt sei eine „sinnvolle Investition in mehrfacher Hinsicht”, sagt die stellvertretende Superintendentin Leonie Grüning. © Stephan Schütze © Stephan Schütze

Für den Evangelischen Kirchenkreis bedeute das Bauprojekt eine sinnvolle Investition in mehrfacher Hinsicht, betont man im Kirchenkreis.

„Wir freuen uns, damit nachhaltig guten Wohnraum, vor allem für ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger schaffen zu können, und das mitten in Hombruch, wo die Menschen an allen Einrichtungen des Stadtteils teilhaben können“, sagt die stellvertretende Superintendentin Leonie Grüning. Zugleich bedeute das Projekt eine „weitsichtige Investition in eine sichere, qualitätvolle Immobilie“.

Der Kreissynodalvorstand, das oberste Entscheidungsgremium des Kirchenkreises, das sich im Vorfeld intensiv mit dem Projekt befasst hatte, möchte mit den Mieteinnahmen aus der Wohnanlage langfristig auch weitere kirchliche Aufgaben in der Stadt ermöglichen.

Einige Bäume können stehen bleiben

Um im Herbst 2021 den ersten Spatenstich setzen zu können, müssen zuvor einige Gehölze und Bäume auf dem seit langem brachliegenden Gelände gerodet werden. Diese Arbeiten sollen zeitnah noch im Februar beginnen.

Einige der großen Bäume bleiben jedoch stehen und können in das Gesamtambiente des neuen Stadtteil-Arrangements integriert werden. Für diejenigen, die entfernt werden müssen, werde man neue pflanzen – und „sicherlich auch noch ein paar darüber hinaus“.

Über die Autorin
Redaktion Dortmund
Leben erleben, mit allem was dazugehört, das ist die Arbeit in einer Lokalredaktion, und das wird auch nach mehr als 30 Jahren niemals langweilig, in der Heimatstadt Dortmund sowieso nicht. Seriöse Recherche für verlässliche Informationen ist dabei immer das oberste Gebot.
Zur Autorenseite
Britta Linnhoff

Dorsten am Abend

Täglich um 19:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.