Die neuen Fenster für die Harkort-Grundschule werden nach Absprache mit dem Denkmalschutz teurer, als zunächst veranschlagt. © Britta Linnhoff
Nach Kostensteigerung

Doppelte Kosten: Bezirksvertreter wollen nicht nochmal für Schulfenster bezahlen

Fragen kann man ja mal, hat sich die Stadtverwaltung wohl gedacht. Aber die Hombrucher Bezirksvertreter sagten Nein. Sie wollen nicht in ihr Portemonnaie greifen, um Mehrkosten aufzufangen.

Die Harkort-Grundschule bekommt neue Fenster und Außentüren. Das ist gut. Weniger gut ist, dass die viel teurer werden als gedacht: Sie kosten fast doppelt so viel wie zunächst veranschlagt.

160.000 Euro hatte die Bezirksvertretung Hombruch schon vor einiger Zeit aus auf Vorschlag der städtischen Immobilienwirtschaft für die Erneuerung von Fenstern und Außentüren bewilligt. Was damals aber fehlte, war die Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde. Und nun, nach dieser Absprache, wird alles teurer.

Kosten haben sich fast verdoppelt

Also fragte die Immobilienwirtschaft die Bezirksvertreter noch einmal, und bat um mehr Geld: Es geht um weitere 140.000 Euro. So geschehen mit einer schriftlichen Anfrage, die auf der Tagesordnung der März-Sitzung der Bezirksvertretung stand.

Dieses Ansinnen aber stieß im Gremium auf wenig Gegenliebe: Einstimmig abgelehnt, lautete das Ergebnis nach knappen Wortmeldungen: „Das ist ein Schildbürgerstreich“, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Guido Preuß. Wenn man mit einer Bitte um eine Förderung komme, dann müsse alles zuvor überprüft sein. Und auch Markus Demtröder (SPD) betonte: „Ich sehe das genauso. Wenn die Verwaltung ihre Hausaufgaben nicht macht, muss man das nicht noch unterstützen.“

Die Verwaltung hatte zeitgleich angekündigt, man werde „selbstverständlich eine andere Finanzierung prüfen beziehungsweise vornehmen“.

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Britta Linnhoff

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