Die Gottesdienste zu Heiligabend werden diesmal anders aussehen – dank Corona. © Jörg Bauerfeld
Corona und Weihnachten

Corona zwingt Kirchen zu Weihnachtsgottesdiensten im kleinen Kreis – viele müssen draußen bleiben

Normalerweise sind die Kirchtüren zu Weihnachten weit offen für alle, die die festlichen Gottesdienste genießen möchten. Doch durch Corona hat sich alles verändert – auch der freie Zutritt.

Er gehört für viele Menschen einfach zum Weihnachtsfest dazu: der Besuch in der Kirche am Heiligen Abend. Die ganze Familie macht sich auf den Weg zum Gottesdienst, meist vor der Bescherung, manchmal aber auch danach, und saugt die warme und festliche Stimmung auf.

In diesem Jahr wird alles anders sein. Die Corona-Pandemie fordert ihren Tribut – auch bei den Gottesdiensten zu Weihnachten. Es ist Flexibilität gefragt. Bei den Pfarrern und Mitarbeitern der Gemeinden wie auch bei den Kirchen-Besuchern.

Alles geht nur mit telefonischer Anmeldung

Um überhaupt die Gottesdienste wie beispielsweise an Heiligabend zu ermöglichen, sehen sich die Gemeinden vor große organisatorische Herausforderungen gestellt. Denn zum ersten Mal kann nicht jeder einfach so in die Kirche kommen.

In diesem Jahr ist der Kirchgang nur mit einer Anmeldung möglich. So wird es auch bei der Evangelischen Gemeinde Syburg auf dem Höchsten ablaufen.

Informationen zu den Gottesdiensten gibt es auch im Gemeindebrief.
Informationen zu den Gottesdiensten gibt es auch im Gemeindebrief. © Jörg Bauerfeld © Jörg Bauerfeld

Zwei Kirchen sind es, die an Heiligabend geöffnet sind. Zwei Kirchen, in denen sich zu den Christmessen normalerweise Hunderte Menschen drängen. Denn gerade zu Weihnachten sind die Kirchen zum Bersten voll. Viele kehren zu Weihnachten nach Hause und damit auch in das heimische Gotteshaus zurück.

„In diesem Jahr sind die Plätze sehr begrenzt“, sagt Pfarrer Frank Thomaschewski. Angesichts der Corona-Pandemie sei das auch gar nicht anders möglich. So werden in der Kirche St. Peter zu Syburg lediglich 25 Personen den Gottesdienst von Pfarrer Ralf Greth verfolgen können. In der Evangelischen Kirche auf dem Höchsten werden es 45 sein.

In beiden Kirchen nur Kurzgottesdienste

In beiden Kirche werden am Heiligabend insgesamt sechs Kurzgottesdienste angeboten: zwei für Kinder (14 und 15.30 Uhr), zwei Christvespern (17 und 18.30 Uhr) und zwei Christnachtfeiern (22 und 23.30 Uhr). Insgesamt werden es in der Gemeinde auf dem Höchsten lediglich 210 Besucher sein, die einen Platz in den Kirchen finden.

Und die, die kommen möchten, müssen sich zuvor anmelden. „Es wird keine freie Platzwahl geben“, sagt Frank Thomaschewski. Auch der Gottesdienst an sich wird nichts mit dem zu tun haben, was man sonst gewohnt ist.

„Es werden Gottesdienste, die jeweils unter einer halben Stunde dauern werden“, sagt der Evangelische Pfarrer. „Dann müssen wir warten, bis die Leute aus der Kirche raus sind, der Raum wird gelüftet und desinfiziert. Erst dann können die nächsten rein.“

Die Kirche lüften und desinfizieren

Zahlreiche Presbyter und die Küsterin müssen beim Lüften und Desinfizieren mit anpacken. Und aufpassen. Denn es gibt nummerierte Plätze, die im Vorfeld vergeben werden. Nach dem Einfang der Anmeldungen wird die Gemeinde dann einen Sitzplan erstellen.

Die Anmeldung ist nur telefonisch unter folgender Telefonnummer und zu folgenden Zeiten möglich.

Termine:

  • Donnerstag (26.11.) von 17 bis 20 Uhr
  • Samstag (28.11.) von 10 bis 13 Uhr
  • Mittwoch (2.12.) von 17 bis 20 Uhr
  • Freitag (4.12.) von 15 bis 18 Uhr

Telefon:

  • 0231 1894463

Für die Gemeindemitglieder, die sich aus Alters- oder Krankheitsgründen nicht in die Kirchen trauen, hat die Evangelische Gemeinde Syburg auf dem Höchsten extra eine Weihnachts-CD herausgebracht.

„Unser Kirchenmusiker Christoph Hamburger hatte die Idee eine CD zu produzieren. Mit adventlicher und weihnachtlicher Musik“, erklärt Frank Thomaschweski.

CDs für die Senioren in der Gemeinde

Der Posaunenchor der Gemeinde wird darauf zu hören sein, ebenso wie die Orgel und der Chor. Pfarrer Frank Thomaschweski liest in mehreren Abschnitten die Weihnachtsgeschichte vor. „Wir werden diese an die Senioren der Gemeinde verschicken. Etwa 800 Stück werden es am Ende sein.“

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Redaktion Dortmund
Jörg Bauerfeld, Redakteur, berichtet hauptsächlich in Wort, Bild und Ton aus dem Dortmunder Süden.
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