In Corona-Zeiten muss in den Schulen alle 20 Minuten durchgelüftet werden. Damit die Schülerinnen und Schüler nicht frieren, gab es jetzt vom Nikolaus warme Decken. © Jörg Bauerfeld
Gegen die Corona-Kälte

„Corona-Lüften“ lässt Kinder frieren: Nikolaus verschenkt Decken an Grundschüler

Der heilige Mann hatte ein Einsehen mit den Schülerinnen und Schülern einer Grundschule im Dortmunder Süden. Zu Nikolaus gab es gegen das inzwischen frostige „Corona-Lüften“ warme Decken.

Die Heizung bollert gefühlt rund um die Uhr. Wenn in den Klassen der Emschertal-Grundschule mal wieder die Fenster aufgerissen werden müssen, um eventuelle Coronaviren aus den Klassenräumen zu vertreiben, ist völlig wurscht, ob es draußen 15 oder minus 2 Grad sind.

Der Nikolaus mitten unter einem Teil der Schülerinnen und Schüler der Emschertal-Grundschule.
Der Nikolaus mitten unter einem Teil der Schülerinnen und Schüler der Emschertal-Grundschule. © Jörg Bauerfeld © Jörg Bauerfeld

Alle 20 Minuten Lüften steht auf dem Programm. Bei den momentanen Außentemperaturen wird es dann schnelle bitterkalt. Die Heizungen wärmen in der Zeit eben den südlichen Ortsteil Sölde. Auch das immer wieder An- und Ausziehen der Jacken beispielsweise ist nicht das Ei des Kolumbus.

„Es gibt gerade bei den jüngeren Schülerinnen und Schüler welche, die dann in den Klassen bitterfrieren“, sagt der Vorsitzende des Fördervereins der Grundschule, Thorsten Kujath. Zumal es auch noch einiges an Zeit brauche, bis so ein Klassenzimmer nach dem Stoßlüften wieder auf „Betriebstemperatur“ sei.

Das Land hat keine weiteren Tipps zum Vorgehen

Da das Land NRW keine weiteren Tipps gebe, wie man in Schulen mit der Lüftungs-Kälte umzugehen hat, bleibe nur die Möglichkeit, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Also setzten sich die Schulleitung und die Mitglieder des Förderkreises zusammen und überlegten sich eine Lösung für das Kälte-Problem.

Und da kam man auf die Idee, zu Nikolaus eine besondere Geschenke-Aktion zu machen. In jedem Jahr bekommen die Schülerinnen und Schüler einen kleinen Wunsch vom Nikolaus erfüllt. In diesem Jahr gab es etwas Praktisches: eine Decke, die mit einer Teddy-Klammer festgeklippt wird, dazu noch einen Stutenkerl.

Vom Nikolaus gab es Decken, Kissen und Stutenkerle

So gab es am 6. Dezember für die gesamte Schülerschaft eine rote Decke. Aber erst, nachdem der Nikolaus, der sich trotz der Corona-Zeit auf den Weg zur Schule gemacht hatte, ein Gedicht und ein Lied von den Schülerinnen und Schülern zu hören bekommen hatte.

Mehr als 140 warme Decken, Klipp-Bärchen und ein warmes Kissen wurden vom Nikolaus verteilt. Immer klassenweise gab es die Geschenke. Über 2.000 Euro hat der Förderverein für die wärmenden Sachen (und Stutenkerle) locker gemacht. An der Emschertal-Grundschule kann jetzt der Winter kommen. Man sagt sich übrigens, der Nikolaus habe doch eine gewisse Ähnlichkeit mit einem bekannten Vorsitzenden des Fördervereins gehabt – aber wer weiß?

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Jörg Bauerfeld, Redakteur, berichtet hauptsächlich in Wort, Bild und Ton aus dem Dortmunder Süden.
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Jörg Bauerfeld

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