Zu einem spektakulären Unfall kam es im Dortmunder Süden. Ein Bus brach in die Fahrbahn ein. © Jörg Bauerfeld
Spektakulärer Bus-Unfall

Bus versinkt in der Fahrbahn: Bergung dauert mehrere Stunden

Auf der Hagener Straße in Fahrtrichtung Süden tat sich für einen Gelenkbus der DSW21 plötzlich die Erde auf. Das Fahrzeug sackte ab und blieb stecken. Die Straße ist nun länger gesperrt.

Die Fahrbahn der Hagener Straße im Bereich des Lidl-Marktes in Brünninghausen sah aus, als ob dort ein Riese mit einem Spaten durchgegangen wäre. Die obere Asphaltschicht war an zahlreichen Stellen gerissen, Spalten waren zu sehen und mitten drin steckte ein großer Gelenkbus der DSW21. Am frühen Mittwochmorgen (23.6.) hatte es in Höhe des Lidl einen Wasserrohrbruch gegeben.

Rund sieben Stunden brauchten die Fachleute, um den Bus zu bergen. Hier wird der Kran vorbereitet.
Rund sieben Stunden brauchten die Fachleute, um den Bus zu bergen. Hier wird der Kran vorbereitet. © Jörg Bauerfeld © Jörg Bauerfeld

Das austretende Wasser unterspülte die Fahrbahn, der schwere Bus sackte ein und kam nicht mehr von der Stelle. Verletzt wurde zum Glück niemand. Auch die Wasserversorgung in dem Bereich blieb weiter gesichert. „Es ist ein Schaden an einer Wassertransportleitung“, erklärt Donetz-Pressesprecher Ole Lünnemann. „Eigentlich nichts Großes“, so Lünnemann weiter. Es sei einfach großes Pech gewesen, das in dem Moment der Bus dort vorbeifahren wollte.

Ein Autokran musste angefordert werden, um den Bus aus der Fahrbahn zu ziehen.
Ein Autokran musste angefordert werden, um den Bus aus der Fahrbahn zu ziehen. © Jörg Bauerfeld © Jörg Bauerfeld

Aber warum ist die Leitung kaputtgegangen? „Es kann Trockenheit ein Problem sein, auch Feuchtigkeit. Es ist einfach die Bewegung im Boden, die man nicht vorhersagen kann, die dazu führt, dass ein Rohr nicht mehr hält“, sagt Ole Lünnemann.

Eigentlich war die Ursache ein ganz normaler Rohrbruch

Es sei ein ganz normaler Rohrbruch an einer schlechten Stelle gewesen. Fast sieben Stunden dauerte es nach dem Rohrbruch, bis die Mitarbeiter der Donetz sich ein Bild von dem Schaden machen konnten.

Denn so lange dauerte es auch, den Bus aus der Fahrbahn zu heben. Mit einem speziellen Autokran musste das 13 Tonnen schwere Fahrzeug angehoben werden.

Auf der einen Seite wird gehoben, auf der anderen gezogen. Dann war das schwere Fahrzeug wieder frei.
Auf der einen Seite wird gehoben, auf der anderen gezogen. Dann war das schwere Fahrzeug wieder frei. © Jörg Bauerfeld © Jörg Bauerfeld

Ein großer Abschleppwagen zog den schwebenden Bus dann aus dem Unfallbereich. Für die Anwohner ein Spektakel. Für die Autofahrer eine unerfreuliche Situation. Denn die Hagener Straße musste ab dem frühen Morgen von der Stockumer Straße bis in Höhe der Mergelteichstraße voll gesperrt werden.

Hagener Straße wohl bis zu zwei Wochen gesperrt

Zudem wurde die Unfallstelle auch für die Fußgänger großflächig abgesperrt, drohte doch noch mehr Fahrbahn abzusinken. Gegen 13.30 Uhr war dann der Bus endlich frei, die Schadensaufnahme konnte beginnen.

Gut zu sehen, wie tief der Bus in der Fahrbahn steckte.
Gut zu sehen, wie tief der Bus in der Fahrbahn steckte. © Jörg Bauerfeld © Jörg Bauerfeld

Und das Ergebnis ist nicht sehr erfreulich für die Verkehrsteilnehmer. Denn die Hagener Straße wird für einen Zeitraum von 10 bis 14 Tagen voll gesperrt bleiben – zwischen der Stockumer Straße und der Straße Am Bahnhof Tierpark. „Die Wiederherstellung der Fahrbahndecke in diesem Bereich wird doch einige Zeit in Anspruch nehmen“, sagt Ole Lünnemann.

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Redaktion Dortmund
Jörg Bauerfeld, Redakteur, berichtet hauptsächlich in Wort, Bild und Ton aus dem Dortmunder Süden.
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