Autos parken mit einem Rad auf dem Gehweg. Das wird bald vom Ordnungsamt geahndet werden. © Jörg Bauerfeld
Verkehr in Dortmund

Böse Überraschung für Anwohner: In dieser Straße gibt es bald Knöllchen

Der Parkdruck ist nicht nur in der Innenstadt hoch. Auch in den Stadtteilzentren ist das der Fall. Im Dortmunder Süden wird es für Anwohner bald an den Geldbeutel gehen – wegen Falschparken.

Noch ist Ruhe in der rund 500 Meter langen Straße in der Nähe des Phoenix-Sees. Die Anwohner der Wohnsiedlung stellen ihre Autos so ab, wie sie es seit Jahrzehnten gewohnt sind. Teilweise auf der Fahrbahn, teilweise aber auch mit einem Rad auf dem Bürgersteig.

Der Grund für das Parkverhalten ist einfach. Öffentliche Parkplätze gibt es hier nur eine Handvoll, Anwohner dafür aber recht viele. Denn rechts und links der Straße „Auf dem Klei“ stehen zumeist Mehrfamilienhäuser. Und hier gibt es eben auch Autos – und nicht wenige. Im Schnitt ist es vermutlich mindestens ein Auto pro Wohnung.

Die Fahrzeugbesitzer müssen nun neu denken

Scheinbar haben sich die Bewohner der Mehrfamilienhäuser irgendwie mit der Situation arrangiert in den letzten Jahren und auf der Straße geparkt. Wohin auch sonst mit den vielen Autos? Das mit dem Parken müssen sich die Fahrzeugbesitzer nun aber nochmal überlegen – und zwar schnell. Denn es droht Ungemach.

Irgendjemand muss mit der Parksituation vor Ort nicht einverstanden gewesen sein und hat sich deshalb an die Stadt Dortmund gewandt. Mit dem Ergebnis, dass es bald Knöllchen gibt an der bislang ruhigen Straße in Hörde. Da bleibt dem Ordnungsamt keine andere Wahl. Bislang galt: Wo kein Kläger, da kein Richter. Aber jetzt ist der Kläger da.

„Das Ordnungsamt hat mich per E-Mail informiert, dass es in der Straße ‚Auf dem Klei‘ in naher Zukunft gegen falsches Parken vorgehen wird“, sagt Hördes Bezirksbürgermeister Michael Depenbrock im Gespräch mit der Redaktion.

Es gab eine Beschwerde, der das Ordnungsamt nachging

Noch habe man nicht eingegriffen, doch das werde in naher Zukunft geschehen. Das Ordnungsamt ist aufgrund einer bestehenden Beschwerdelage auf die Straße „Auf dem Klei“ aufmerksam geworden, heißt es in der E-Mail.

Vor Ort habe es dann eine Begehung gegeben und dabei ist herausgekommen, dass die Fahrzeuge nicht auf der Straße parken dürfen, da diese zu schmal dafür ist. Und was passiert jetzt?

Zunächst werde es vermehrt Kontrollen in der Straße „Auf dem Klei“ geben. Dazu würden an die Anwohner Hinweiskarten ausgeteilt, so Michael Depenbrock. Dann folgt eine Verwarnung, also ein Knöllchen und am Ende könnten die falsch geparkten Fahrzeuge sogar abgeschleppt werden.

Kaum öffentliche Parkplätze in diesem Bereich

Jetzt sind die Anwohner gefragt. Sie müssen sich jetzt Parkplätze suchen, um kein Knöllchen zu kassieren. Nur, wer die Gegend im Speckgürtel des Phoenix-Sees kennt, der weiß, dass hier kaum Parkmöglichkeiten zur Verfügung stehen.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Jörg Bauerfeld, Redakteur, berichtet hauptsächlich in Wort, Bild und Ton aus dem Dortmunder Süden.
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Jörg Bauerfeld

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