Dieser Bereich im Gewerbegebiet soll für Fußgänger sicherer werden. © Jörg Bauerfeld
Verkehr in Dortmund

Beinahe-Unfälle und schlechte Sicht: Geht es bald mit Tempo 30 zum Real-Markt?

Das Gewerbegebiet in direkter Nachbarschaft zur B1 hat ein Problem: zu viele Fahrzeuge und zu wenig Übersicht. Gefährliche Situationen – vor allem für Fußgänger – sind vorprogrammiert.

Eine neuer „Superbaumarkt“ ist gerade im Bau. Wenn dieser im nächsten Jahr fertiggestellt ist und eröffnet hat, dann wird an der Schleefstraße im Osten von Aplerbeck ohnehin noch wesentlich mehr los sein, als jetzt schon.

Auch, was den Lkw-Verkehr angeht. Denn in direkter Nachbarschaft des dortigen Real-Marktes erweitert die Firma Arvato gerade ihr Logistikzentrum.

Das Gewerbemischgebiet, in dem zahlreiche Geschäft aber auch größere Firmen ihren Sitz haben, zieht die Kunden aus der näheren Umgebung an. Erschlossen ist das ganze Gebiet nur über eine Straße: die Schleefstraße.

Eine der drei Einfahrten zum Real: Gegenüber wird zurzeit ein riesiger Baumarkt errichtet, daneben ein großes Logistikzentrum.
Eine der drei Einfahrten zum Real: Gegenüber wird zurzeit ein riesiger Baumarkt errichtet, daneben ein großes Logistikzentrum. © Jörg Bauerfeld © Jörg Bauerfeld

Über diese im Bogen gebaute Fahrstrecke wird der gesamte Verkehr abgewickelt. Sei es die An- und Abfahrt der einkaufenden Bürger, die Belieferung der ansässigen Firmen oder auch die Warenausfuhr. Nicht zu vergessen die insgesamt fünf Buslinien, die die Schleefstraße zusätzlich befahren.

Zu viele parkende Fahrzeuge am Straßenrand

Vor allem die zahlreichen Parkplätze am Rande der viel befahrenen Straße sorgen jetzt für Diskussionsstoff. Also nicht der Parkplatz an sich, sondern die zugestellte Sicht auf den Verkehr, der sich durch ein parkendes Fahrzeug ergibt.

Als Fußgänger, der die Straße überqueren möchte oder auch als Fahrer eines Fahrzeugs, das auf die Schleefstraße abbiegen will, ist die Situation schwer einsehbar. Dadurch kommt es immer wieder zu gefährlichen Szenen.

In der Bezirksvertretung Aplerbeck gab es Zustimmung

Die Fraktion der Linken und der Partei in der Bezirksvertretung (BV) Aplerbeck fordern jetzt auf Teilen der Schleefstraße Tempo 30. Auf einer Strecke im westlichen Bereich des Gewerbegebietes soll diese Änderung greifen. Insgesamt sollen es rund dreiviertel der gesamten Strecke sein, die von der Geschwindigkeitsreduzierung betroffen sind.

„Aufgrund des gebogenen Straßenverlaufs und den dort parkenden Fahrzeugen kommt es durch die daraus resultierende Unübersichtlichkeit, vor allem im Bereich der Zufahrt zum Firmengelände Arvato, regelmäßig zu kritischen Situationen“, erklären die Fraktion Linke/Partei.

Ein Antrag, der von den Mitgliedern der BV unterstützt wurde. Im Bereich der Firma Arvato gab es im Übrigen schon früher Probleme aufgrund des erhöhten Verkehrsaufkommens.

Schon vor fünf Jahren gab es eine Verkehrs-Diskussion

Der dort aufgemalte Zebrastreifen wird von zahlreichen Verkehrsteilnehmern einfach ignoriert. 2016 gab es schon einmal eine Anfrage der Arvato-Belegschaft, den Bereich besser zu kennzeichnen. Jetzt soll also Tempo 30 auf der Schleefstraße kommen – und zwar in beiden Fahrtrichtungen.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Jörg Bauerfeld, Redakteur, berichtet hauptsächlich in Wort, Bild und Ton aus dem Dortmunder Süden.
Zur Autorenseite
Jörg Bauerfeld

Der neue Lokalsport-Newsletter für Dorsten

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Dorstener Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.