Der Dortmunder Campus bekommt einen Neubau an der Emil-Figge-Straße. Dafür wurden Anfang dieses Jahres Bäume gefällt. © Britta Linnhoff (A)
Campus 2030

Baumrodungen ohne Ankündigung: Politiker fordern Infos zum Uni-Neubau

Für den neuen Campus der TU Dortmund mussten mehrere Bäume gefällt werden. Die örtliche Politik wurde darüber im Vorfeld nicht informiert. In Zukunft soll sich das ändern.

Ende Februar wurde für den „Campus 2030“, dem Uni-Neubau an der Emil-Figge-Straße, eine große Fläche gerodet. Dabei sind nicht nur Bäume und Sträucher, sondern auch ein Amphibienteich dem Bauvorhaben zum Opfer gefallen.

Bereits im März hatte der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) diese Maßnahme scharf kritisiert. Nicht nur, dass der Bebauungsplan veraltet sei – auch die politischen Gremien seien im Vorfeld nicht über die Rodungen informiert worden.

„Schlamperei auf Kosten des Waldes“

Nun hat die örtliche Politik reagiert. Auf einen Antrag der Grünen in der Bezirksvertretung (BV) Hombruch hin stimmten die Bezirksvertreter einstimmig für eine regelmäßige Berichterstattung über den Bau. In der letzten BV-Sitzung wurden die Rodungen von den Grünen als „Schlamperei auf Kosten des Waldes“ bezeichnet.

„Möglicherweise hätten nach derzeit geltendem Recht für diese Maßnahmen eine Artenschutzprüfung und eine Fällgenehmigung vorliegen müssen“, so steht es im Antrag der Grünen.

Neben dieser Berichterstattung soll geprüft werden, ob es eine weitere „natur- und klimaschutzfachliche Beurteilung der Maßnahme“ geben soll, so die Grünen. Der Grundstein für den Neubau an der TU Dortmund soll im Herbst gelegt werden.

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