Hier wird eine neue Sporthalle entstehen. Der Rat der Stadt Dortmund hat dies im Dezember 2020 beschlossen. © Jörg Bauerfeld
Baustellen in Dortmund

Auf neue Sportstätte im Dortmunder Süden warten rund 14.000 Menschen

Die Stadt Dortmund musste im Jahr 2015 die Notbremse ziehen. Eine von zwei kleinen Sporthallen im Dortmunder Süden war so marode, dass sie geschlossen werden musste. Dann war Warten angesagt.

Nein, meckern will man nicht in Sölde und Umgebung. Man ist ja froh, dass sich überhaupt etwas tut. Und gemeinsamer Sport in der Halle ist im Moment ja eh nicht möglich wegen der Corona-Pandemie. Aber man wartet dennoch schon lange auf eine neue Sporthalle im Dortmunder Süden.

Die ist aber jetzt wohl fix. Denn die Ausschüsse der Stadt Dortmund sagten „Ja“ zu den Plänen in direkter Nachbarschaft der Emschertalschule in Sölde. Eine letzte Formalie müssen die Pläne noch beim Beirat bei der unteren Naturschutzbehörde am 3. Februar 2021 über sich ergehen lassen, dann kann es eigentlich losgehen.

Zwei Hallen, aber beide stark beschädigt

Die beiden kleinen Hallen, die in direkter Nachbarschaft der Sölder Grundschule stehen, sind praktisch die einzigen richtigen überdachten Sportstätten (abgesehen von der kleinen Turnhalle in Lichtendorf), in denen die Bevölkerung von Sölde, Sölderholz und Lichtendorf wettergeschützt Sport treiben kann. Immerhin über 14.000 Einwohner zählen die drei südlichen Ortsteile.

Hier, südlich des Sichterwegs, wird die neue Halle gebaut.
Hier, südlich des Sichterwegs, wird die neue Halle gebaut. © Stadt Dortmund © Stadt Dortmund

Die konnten, durch den Zerfall der beiden in den 60er-Jahren gebauten Sporthallen kaum noch Sport ausüben. Das könnte sich bald ändern. Denn den Bau einer neuen Zweifachturnhall samt Parkplätzen am Sichterweg steht nichts mehr im Weg.

Im Gegenteil, durch den positiven Termindruck aufgrund von Fördergeldern, die verbaut werden müssen, soll die Halle früher stehen als erwartet. Um die Planungen voranzutreiben gibt es jetzt sogar einen eigenen Bebauungsplan, der in einem beschleunigten Verfahren zur Umsetzung kommen soll.

Aus einem Bebauungsplan wurden zwei

Zunächst war geplant, den gesamten Bereich rund um die Grundschule, auf dem auch noch Wohnhäuser errichtet werden sollen, zusammen zu bebauen.

Solange die neue Halle nicht steht, wird die westliche der beiden alten Hallen noch in Gang gehalten, die andere abgerissen. Auf diesem Grundstück und der jetzigen Wiesenfläche am Sinterweg wird der Neubau entstehen. Inklusive der notwendigen Parkplätze. Ein endgültiger Baubeginn steht jedoch noch nicht fest.

Wann das Projekt fertig sein soll, ist demnach auch noch nicht klar. Aber wenn es dann endlich soweit ist, sind die 14.000 bislang Zurückgelassenen ganz weit vorne mit ihrer neuen Sportstätte.

Auf dem ehemaligen Sportplatz der Grundschule ist im Übrigen auch eine Bebauung geplant. Hier soll irgendwann einmal eine sogenannte Tiny-House-Siedlung (Häuser mit maximal 50 Quadratmetern) entstehen.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Jörg Bauerfeld, Redakteur, berichtet hauptsächlich in Wort, Bild und Ton aus dem Dortmunder Süden.
Zur Autorenseite
Jörg Bauerfeld

Dorsten am Abend

Täglich um 19:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.