Ein Westfalenligist hat eine eigene E-Sport-Abteilung gegründet. © imago images / Bildbyran
E-Sports

Westfalenligist gründet E-Sports-Abteilung und verpflichtet Dortmunder Kreisliga-Trainer

Es ist bei den Profis gar nichts Unübliches mehr, bei den Amateurklubs aber schon. Ein Westfalenligist hat eine eigene E-Sports-Abteilung gegründet und dafür einen Kreisliga-Coach aus Dortmund geholt.

In den vergangenen Tagen kamen Gerüchte auf, dass der FC Schalke 04 Teile seiner erfolgreichen E-Sports-Abteilung verkauft. Millionengewinne können damit generiert werden, die der Klub aus Gelsenkirchen nach dem Abstieg in die 2. Bundesliga wohl nötig hätte.

Dabei gehören die Königsblauen zu den Vorreitern in Sachen E-Sport, wenn es um die Profi-Klubs der Fußball-Bundesligisten geht. Es gehört mittlerweile zum guten Ton, den Markt dort nicht zu vernachlässigen. Markenbindung, die Beliebtheit der Videospiele und die Attraktivität für junge Leute sorgen für reges Interesse.

Da wirkt es gar nicht so verwunderlich, wenn auch Amateurvereine sich in den Bereich vorwagen. Der SC Husen-Kurl und TV Eintracht Husen-Kurl sind auf dem Feld gemeinsam in Dortmund tätig.

Und auch ein Westfalenligist hat vor wenigen Wochen eine eigene E-Sports-Abteilung gegründet. Bei der Spielvereinigung Erkenschwick gibt es seit Anfang Mai eine eigene Abteilung für Videospiele.

„Mit unserem Engagement im E-Sports, wollen wir Jugendlichen und Interessierten im Kreis Recklinghausen eine Plattform bieten, E-Sports organisiert zu betreiben und sich darüber auszutauschen“, schreibt der Klub dazu auf seiner Homepage.

Erster Kontakt kam über ein Gewinnspiel zustande

Und ein Dortmunder ist mit von der Partie. Martin Risto, Trainer der dritten Mannschaft von Mengede 08/20, wird als Spieler die Erkenschwicker vertreten.

„Das ist insgesamt schon mal eine geile Sache, dass die es angefangen haben“, sagt Risto. Er selbst spielt ziemlich erfolgreich das Videospiel FIFA, gewann bereits Turniere. Unter anderem den Ruhr-Nachrichten-Cup im vergangenen Jahr.

„Meine Aufgabe ist es dann, dass ich Turniere spiele“, erklärt er, „nur dann halt unter der Flagge von Erkenschwick.“

Den ersten Kontakt gab es dabei über ein Gewinnspiel des Klubs, als eine Playstation 5 verlost worden ist. Die Spielekonsole, die aktuell sonst nirgends zu haben ist. Im Anschluss hat der Klub ein FIFA-Turnier veranstaltet. „Da habe ich mitgespielt und ganz gut Leistungen gezeigt“, erzählt Risto.

Dadurch kam der erste Kontakt sowie die erste Anfrage zustande. Wichtig war dem Klub dabei vor allem die Nähe. Risto kommt aus Mengede, braucht nur 20 Minuten bis nach Erkenschwick, wo Räumlichkeiten zum zocken gestellt werden.

„Es gab immer mal wieder Anfragen“, sagt Risto. Meist seien diese sehr lose gewesen, ohne konkreten Plan der E-Sport-Teams. In Erkenschwick ist Risto ein klares Vorhaben aufgezeigt worden, auch wie der Klub Risto unterstützt.

Denn dieser hat viel vor, möchte möglichst viele Turniere spielen. Und das natürlich auch erfolgreich. Auch im überregionalen Bereich. Dort läuft er dann stets unter dem Erkenschwicker Logo auf. Spielertrainer in Mengede bleibt er trotzdem.

„Es wird zeitlich nicht so sehr kollidieren“, sagt er. „Ich finde es geil, dass sich ein Amateurverein da rantraut.“

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Journalismus ist meine Passion. Seit 2017 im Einsatz für Lensing Media. Immer auf der Suche nach Hintergründen, spannenden Themen und Geschichten von Menschen.
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David Nicolas Döring

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