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Hörder Stadtmeisterschaften

VfR Sölde agiert 60 Minuten in Unterzahl, setzt sich aber im spannenden Final-Fight durch

VfR Sölde heißt der diesjährige Sieger bei den Hörder Stadtmeisterschaften. Der Bezirksliga-Klub wurde seiner Favoritenrolle gerecht, musste gegen den VfL Hörde dennoch zittern. Dritter wurde der TuS Holzen-Sommerberg.

Bezirksligist VfR Sölde heißt der Sieger bei der 32. Hörder-Stadtmeisterschaft. Die leicht favorisierten Sölder besiegten am Samstagabend in einem spannenden Endspiel den A-Ligisten VfL Hörde trotz 60-minütiger Unterzahl knapp mit 2:1 (1:0).

Der VfR kontrollierte von Beginn an die Partie und ging bereits nach sieben Minuten durch Ertugurul Aksoy mit 1:0 in Führung. Vorausgegangen war ein schwaches Anspiel von VfL-Keeper Maurice Klettke, das genau auf dem Fuß von Sascha Holtze landete, der den Ball gedankenschnell zum Torschützen weiterleitete, der mit einem strammen Schuss zur Führung traf.

Hektische Partie mit vielen Foulspielen

In der Folgezeit wurde die Partie hektischer und viele Fouls hemmten den Spielfluss. Hochkarätige Tormöglichkeiten gab es auf beiden Seiten deshalb nicht zu verzeichnen. Nach 28 Minuten erwies Söldes Dominik Loss seiner Mannschaft einen Bärendienst: Er foulte an der Strafraumkante Hördes Farid Farid Damoch und wurde deshalb völlig zurecht von Schiedsrichter Christian Naskrent mit einer Roten Karte des Feldes verwiesen. Der VfL hatte danach also noch über eine Stunde Zeit in Überzahl die Partie zu seinen Gunsten zu entscheiden.

Aber dem A-Ligisten fehlten die Ideen, um die sichere Defensive der Sölder in Verlegenheit zu bringen. Viele Einzelaktionen bestimmten das Spiel der Mannschaft aus dem Goystadion. Der schnelle und trickreiche Fabien Joel Garando erhöhte mit einem Schuss in den oberen rechten Torwinkel auf 2:0 für die Sölder (55.). Aber der VfL gab sich noch nicht geschlagen und kam durch ein Tor von Farid Farid Damoch zum 2:1-Anschlusstreffer (67.).

In den letzten 13 Minuten warfen die Hörder dann alles nach vorne und drängten auf den Ausgleich. Selbst Torhüter Maurice Klettke stürmte streckenweise mit. Die besseren Torchancen hatte aber der VfR Sölde. Doch Fabien Joel Garando, der aus kurzer Entfernung am glänzend reagierenden Maurice Klettke scheiterte, brachte den Ball nicht im Tor unter (73.). So musste der Bezirksligist bis zum Schluss um den Sieg zittern.

Vor allem die beiden Innenverteidiger Thomas Wilhelm und Michael Kuhfeld zeichneten sich in der Sölder Defensive aus und ließen nichts mehr anbrennen. Kurz vor dem Ende der Nachspielzeit wurde Hördes Issam Al-Sleman noch mit einer Gelb-Roten Karte des Feldes verwiesen. Er kommentierte die Entscheidung des Schiedsrichters anschließend noch mit höhnischem Beifall in Richtung des Unparteiischen.

Frank Witte: „Freuen uns über den verdienten Erfolg“

„Wir freuen uns über den verdienten Erfolg in einem hektischen Spiel. Trotz der langen Unterzahl haben wir nicht viel zugelassen“ freute sich Söldes Co-Trainer Frank Witte über den Sieg. „Allerdings haben wir unsere vielen Konterchancen in der Schlussphase teilweise fahrlässig vergeben“ fand Witte auch Grund zur Kritik an der Vorstellung seiner Mannschaft.

Den dritten Platz bei den diesjährigen Hörder Stadtmeisterschaften sicherte sich der TuS Holzen-Sommerberg. Im Duell der A-Ligisten behielt der TuS knapp mit 1:0 über den Hörder SC die Oberhand. Jannik Kleinfeldt sorgte bereits früh für die Entscheidung: Sein Treffer nur zwei Minuten nach dem Anpfiff sorgte gleichzeitig für den Endstand.

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Baujahr 1965, gebürtiger Dortmunder, der sich seit fast zwanzig Jahren auf den Sportplätzen tummelt und den Dortmunder Amateurfußball mit all seinen Facetten kennt.
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Frank Büth

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