Karim Bouzerda wechselt zurück in den Dortmunder Amateurfußball. © Dan Laryea
Amateurfußball

Überraschung: Karim Bouzerda ist zurück in Dortmund – er wechselt in die Kreisliga C

Karim Bouzerda gehört zu den erfolgreichsten Spielern des Dortmunder Amateurfußballs. Nach einem kurzen Intermezzo in Kamen ist er nun zurück und läuft bald in der Kreisliga C auf.

Mit seiner Qualität auf dem Platz, seinen Tricks, seinen Toren und seiner herzlichen Art rundherum machte sich Karim Bouzerda (36) einen Namen. Zwar ab und an auch Heißsporn, waren ihm die meisten aber trotzdem selten böse. Momentan ist es ruhiger geworden um den Offensiven.

Zuletzt kickte er für den A-Kreisligisten Kamener SC, ein angedachtes Engagement beim Westfalenligisten TuS Bövinghausen kam vor einem Jahr nicht zustande. Jetzt plant er doch noch eine Rückkehr in den Dortmunder Raum, aber auf ganz entspannter Ebene. Das möchten wir dann doch genauer wissen.

Noureddien El Yahyaoui baut sich gerade im Dortmunder Norden eine extrem torlaunige Multikulti-Mannschaft um mehrere marokkanische Landsleute herum auf. 83 Tore erzielte der C-Ligist MSV Dortmund in acht Partien. Ihr Landsmann sagte im November, er könne sich Sie und Wickedes Mohamed LMcademali gut im MSV-Dress vorstellen. Bauen wir keine unnötige Spannung auf – er hat Sie längst angesprochen, oder?

Ja, ich denke, da geht meine Reise hin. Ich möchte, wenn es die Zeit überhaupt zulässt, in Dortmund spielen. Ich war bis zum Saisonabbruch noch in Kamen, habe mich da aber verabschiedet. Und mit Nouri und den Jungs, von denen ich viele kenne, macht das bestimmt Spaß.

Das dürfte für die Gegner in dieser Liga nicht der Fall sein, bedenken wir, dass alleine Kollege El Yahyaoui, der ja auch früher höher spielte, 31 Treffer in acht Spielen erzielte. Wo soll das denn bitte hinführen?

Toreschießen macht eben nicht nur mir Spaß. Wir können schon neben dem Vergnügen auch einiges erreichen. Denn, wenn ich spiele, dann möchte ich auch erfolgreich sein.

Bevor Sie nach Kamen wechselten und auch danach galten Sie als Spezi von Dimitrios Kalpakidis. Er wollte Sie, als er noch Sportlicher Leiter und dann Trainer in Bövinghausen war, auch dahin holen. Jetzt ist er bei Türkspor Sportlicher Leiter. Wäre das keine Option, mit ihm noch zusammenzuspielen. Denn es juckt Ihnen doch beiden noch in den Füßen.

Das mag sein. Türkspor ist auch ein interessanter Verein. Ich aber habe beruflich als Fensterbauer sehr viel zu tun und verbringe gerne Zeit mit meiner Frau und unseren beiden Kindern. Arbeit und Familie gehen vor. Daher kommt das für mich nicht in Frage. Aber… Selbst wenn ich zum MSV gehe – ich bin definitiv fitter als Dimi. Da bräuchte ich mich nicht verstecken.

Mal im Ernst: Was halten Sie von der Dortmunder Fußballszene, in der Sie ja lange als herausragender und zumindest im Alter mit Kalpakidis gleich fitter Fußballer galten?

Ja, alle reden von Bövinghausen und Türkspor. Ich finde das auch gut, was die Vereine machen. Da sind mittlerweile Spieler, die das Niveau des Dortmunder Fußballs steigern. Ich war ja kurz in Bövinghausen. Wir haben aber schnell festgestellt, dass ich den zeitlichen Aufwand nicht betreiben kann. Das war alles okay. Ich finde, dass die gute Arbeit leisten. Eyüp Cosgun ist ein Super-Freund von mir. Sie haben neben ihm weitere starke Leute. Und auch Türkspor ist für mich von der Qualität eher ein Oberligist.

Da spielt bislang der ASC 09. Verfolgen Sie ihn auch?

Ja, ein toller Verein. Ich finde auch, dass sie in Brünninghausen gute Arbeit leisten.

Mal ehrlich: Könnte es nicht doch sein, dass ein Verein aus dem überkreislichen Bereich mitbekommt, dass Sie so fit sind?

Ich hatte auch Angebote. Aber die Prioritäten in meinem Leben haben sich eben verschoben. Ich sage bestimmt nie nie, aber ich denke, dass Spaßfußball zurzeit genau richtig für mich ist.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Dortmunder Jung! Seit 1995 im Dortmunder Sport als Berichterstatter im Einsatz. Wo Bälle rollen oder fliegen, fühlt er sich wohl und entwickelt ein Mitteilungsbedürfnis. Wichtig ist ihm, dass Menschen diese Sportarten betreiben. Und die sind oft spannender als der Spielverlauf.
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Alexander Nähle

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