Marko Onucka trifft auf einen Trainer, der den Angreifer schon seit dessen Jugend kennt. © Stephan Schütze
Fußball-Westfalenpokal

TuS Bövinghausen: Trainer des Pokal-Gegners stand schon in der 3. Liga an der Seitenlinie

Der TuS Bövinghausen trifft im Westfalenpokal auf einen Oberligisten. Dessen Trainer verfolgt das Projekt, coachte schon in dessen Jugend einen TuS-Stürmer – und hat eine erfolgreiche Vita vorzuweisen.

Der TuS Bövinghausen steckt inmitten einer Englischen Woche. Zwischen dem 4:0 bei Borussia Dröschede und dem nächsten Westfalenliga-Spiel am Sonntag gegen Concordia Wiemelhausen geht es für den TuS am Mittwochabend im Westfalenpokal um den Einzug in die nächste Runde.

Schlägt Bövinghausen im Heimspiel (19.30 Uhr, Provinzialstraße 273, Dortmund) den Oberligisten FC Eintracht Rheine, stünde es im Viertelfinale des Pokalwettbewerbs.

Cihan Tasdelen sieht sich nicht in der Favoritenrolle

Obwohl der Gegner eine Liga über dem prominenten Westfalenliga-Team steht, glaubt man in Rheine nicht, die Favoritenrolle inne zuhaben. „Auf keinen Fall. Ich erwarte ein Spiel auf Augenhöhe“, sagt Cihan Tasdelen. Tasdelen trainiert die Eintracht.

Der ehemalige Profi-Fußballer blickt auf eine ereignisreiche Laufbahn zurück. Nach seinem Karriereende trainierte er lange Zeit den Nachwuchs von Preußen Münster, übernahm auch die Münsteraner Reserve. 2016 fungierte er sogar für zwei Spiele als Interimstrainer der ersten Mannschaft. In seinem einzigen Drittliga-Spiel trennten sich Tasdelen und Münster 2:2 von Wehen Wiesbaden.

Fast genau fünf Jahre später heißt der Gegner TuS Bövinghausen. „Natürlich befinden wir uns noch in Nordrhein-Westfalen und kriegen daher einiges mit“, sagt Tasdelen. Nicht nur die Verpflichtungen von Kevin Großkreutz, Baris Özbek und David Odonkor hat man in Rheine registriert.

Cihan Tasdelen trainiert den FC Eintracht Rheine.
Cihan Tasdelen trainiert den FC Eintracht Rheine. © www.imago-images.de © www.imago-images.de

„Wir wissen, dass sie eine sehr starke Truppe zusammen haben“, sagt Tasdelen. Das gelte für jede Position. „Ich finde schon, dass diese Mannschaft wahrscheinlich in der Liga durchmarschieren wird“, so Rheines Trainer. Er bescheinigt dem TuS Oberliga-Format.

Cihan Tasdelen kennt Marko Onucka seit vielen Jahren

Ein Spieler, der tatsächlich viele Spiele in Westfalens höchster Spielklasse absolviert hat, ist Marko Onucka. Den Stürmer kennt Tasdelen noch aus dessen Jugend. Damals trainierte Tasdelen Onucka in der U19 von Preußen Münster.

Vor drei, vier Wochen habe er den TuS-Angreifer noch auf einer Hochzeit getroffen. „Da wussten wir aber noch nicht, dass wir gegeneinander spielen“, so Tasdelen. Der 46-Jährige wollte eigentlich auch in der Saison-Vorbereitung gegen die Dortmunder testen. Beide Seiten fanden allerdings keinen gemeinsamen Termin.

Nun treffen beide Teams in einem Pflichtspiel aufeinander. Für Rheine ist es die zweite Englische Woche in Serie. Das habe in Kombination mit der langen Corona-Pause Spuren bei der Eintracht hinterlassen.

Entsprechend ist Tasdelen zu Rotationen gezwungen. „Mit diesen Problemen haben gerade alle zu kämpfen“, sagt er. Er verfüge allerdings über einen Kader, der auch in der Breite Oberliga-Format und sein Vertrauen habe.

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Amateursportler bewegen vielleicht weniger Menschen als die Profis, dafür aber umso intensiver. Sie schreiben die besseren Geschichten - vor allem im Ruhrgebiet. Diese zu erkennen und aufzuschreiben, darum arbeite ich seit 2017 für Lensing Media. Darüber hinaus Handballtrainer im Jugendbereich. Gebürtig aus Lünen.
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