Türkspors Präsident Dr. Akin Kara möchte im Winter keinem Topspieler eine Freigabe erteilen. © Türkspor Dortmund
Fußball-Landesliga

Türkspor möchte alle Spieler halten und erteilt keine Freigabe – Ein Spieler geht trotzdem

Türkspor Dortmund möchte in die Westfalenliga. Deshalb plant der Klub mit seinem kompletten Kader und hat sich festgelegt, dass kein Spieler die Freigabe für einen anderen Klub bekommt.

Türkspor Dortmund hat aktuell alle Möglichkeiten, den vierten Aufstieg in Serie zu realisieren. Der Klub liegt als Tabellenneunter zwar sechs Zähler hinter dem Spitzenreiter Kirchhörder SC, hat aber zwei Partien weniger absolviert. Und das Ziel des Klubs ist klar: Es soll hoch in die Westfalenliga gehen.

Zuletzt hatte Stammspieler Serdar Bingöl angekündigt, Türkspor Dortmund Richtung TuS Bövinghausen zu verlassen. „Wir werden Serdar aber nicht ziehen lassen. Wir brauchen einen Spieler seiner Qualität, um den Aufstieg zu schaffen. Das haben wir ihm auch gesagt“, erklärt der Sportliche Leiter Dimitrios Kalpakidis.

Wie soll sich Türkspor Dortmund im fall Serdar Bingöl (r.) verhalten? © Folty © Folty

Er hat zusammen mit dem Vorsitzenden Dr. Akin Kara beschlossen, dass keiner der wichtigen Spieler im Winter eine Freigabe für einen anderen Klub erhalten werde. Kein Bingöl, auch kein Marcel Reichwein, der nach Informationen unserer Redaktion ebenfalls mit einem Wechsel liebäugelt. „Wir benötigen keine Ablösesummen. Wir benötigen gute Spieler“, sagt Kalpakidis.

Serdar Bingöl kann zu Teilen die Einstellung des Klubs verstehen. „Klar, die wollen ihre besten Spieler halten. Aber ich habe den Verantwortlichen ganz deutlich gesagt, dass ich bei Türkspor unglücklich bin und nicht mehr für das Team auflaufen werde. Deshalb verstehe ich nicht, warum sie mir nicht gehen lassen wollen“, sagt Bingöl.

Es gibt interne Probleme

Er erklärt, dass er nichts gegen den Klub, nichts gegen den Präsidenten und nichts gegen Dimitrios Kalpakidis habe. „Es gibt halt interne Probleme innerhalb des Teams, und die lassen mir keine andere Wahl, als den Verein zu verlassen. Es gibt kein zurück für mich“, sagt Bingöl.

Er hat auch schon einen neuen Klub gefunden. Er möchte zum Westfalenliga-Tabellenführer TuS Bövinghausen – und der Klub möchte ihn. Erteilt Türkspor ihm aber nicht die Freigabe, spielt er in dieser Saison keine Minute mehr. In der Winterpause muss der abgebende Verein einem Wechsel zustimmen.

Zusage für ein Jahr

„Es kann doch nicht in Türkspors Sinne sein, mir mein Hobby zu nehmen. Wir reden hier über Amateur-Fußball. Und die wollen mich bis zum Ende der Spielzeit kaltstellen. Das macht mich sauer“, sagt Bingöl.

Kalpakidis betont noch einmal, dass Bingöl seine Zusage für ein Jahr gegeben habe und der Verein auch verlangen könne, dass er sein Versprechen hält. „Wir haben erst sechs Mal gespielt. Da kann man doch nicht schon wieder gehen“, sagt Kalpakidis.

„Ich würde ja auch gar nicht gehen, wenn es nicht die internen Probleme gebe“, erwidert Bingöl und sagt ein zweites Mal, dass es für ihn kein Zurück gibt. „Ich möchte einfach, dass Bövinghausen und Türkspor sich einigen und ich bald wieder spielen kann.“

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Sportredaktion Dortmund
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Thomas Schulzke

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