Iago August de Carvalho (r.) ist nicht mehr der einzige Brasilianer bei Türkspor. © Laryea
Fußball

Türkspor Dortmund verpflichtet einen Brasilianer aus Kroatien und will noch einen „Kracher“

Der ambitionierte Landesligist Türkspor Dortmund hat bei einem Verein aus dem Ausland zugeschlagen. Aus Kroatien kommt ein Innenverteidiger, der Brasilianer ist.

Es ist eine Woche her, da forderte Sebastian Tyrala, Trainer von Türkspor Dortmund, seinen Sportlichen Leiter auf, noch mal auf dem Transfermarkt aktiv zu werden. Der hat nun geliefert. Dimitrios Kalpakidis konnte seinem Trainer einen weiteren Neuzugänge beschaffen. Doch damit beendet sein sollen die Planungen nicht, sagen beide.

Es ist gar nicht so lange her, da spielten bei Türkspor Dortmund drei Brasilianer: Iago Augusta de Carvalho, Jorge Machado und Mateus Ayala Cardoniz waren erst zusammen beim TuS Bövinghausen aktiv, ehe sie zu Türkspor wechselten. Mit beiden Vereinen waren sie immer erfolgreich und hatten ihren Anteil daran.

Doch dann teilte Türkspors Sportlicher Leiter Dimitrios Kalpakidis zweien von den drei Akteuren vor wenigen Wochen mit, dass sie sich einen neuen Verein suchen sollen. Machado sowie Cardoniz werden für die kommende Saison nicht mehr zum Landesligisten zurückkehren. Lediglich Carvalho blieb übrig.

Doch der einzige Brasilianer wird er damit trotzdem nicht im Kader von Trainer Sebastian Tyrala sein. Denn Türkspor hat einen interessanten Transfers eingetütet: Aus Kroatien wechselt Matheus Lucas Souza Mendes zu Türkspor Dortmund.

Iago August de Carvalho, der einzige der drei Brasilianer, der bei Türkspor bleiben durfte, brachte ihn mit. Der 24-Jährige spielte zuletzt bei NK Borinci. Dorthin war er im September 2019 aus seiner Heimat in Brasilien gewechselt. Zwischendurch wechselte er zum kroatischen Klub Cibalia, ehe er zurück nach Borinci ging.

Steht Dimitrios Kalpakidis demnächst nicht mehr an der Seitenlinie von Türkspor Dortmund? © Stephan Schuetze © Stephan Schuetze

Der Klub kommt aus einer Stadt ganz im Westen Kroatiens, an der serbischen Grenze, und spielt zweite kroatische Liga. „Er ist ein Linksfuß und spielt als Innenverteidiger. In den Trainingseinheiten hat er sich empfohlen. Da es auch von den Rahmenbedingungen gepasst hat, haben wir ihn verpflichtet“, erklärt Kalpakidis.

Damit beendet ist die Spielersuche aber noch nicht. Dem Landesligisten fehlt noch immer ein zweiter Keeper. Und auch im Angriff will Kalpakidis nachlegen. „Uns fehlt noch ein echter Top-Stürmer. Da wollen wir einen richtigen Kracher verpflichten.“ Kracher definiert Kalpakidis wie folgt: „Jemand der 25 Tore in der Liga schießen kann.“

Der Sportliche Leiter habe da schon jemanden im Auge. Einen Namen nennen wollte er aber vorerst nicht. „Wenn wir das hinbekommen haben, sind wir durch und einfach froh, wenn es losgeht.“

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