Iago Augusta de Carvalho (2.v.r.), Jorge Machado (l.) und Mateus Ayala Cardoniz (r.), hier beim Aufstieg mit Bövinghausen, spielen in der kommenden Saison nicht mehr zusammen bei Türkspor Dortmund. Nur einer darf bleiben. © Stephan Schuetze

Türkspor Dortmund sprengt das Brasilien-Trio – nur einer darf bleiben

Drei Brasilianer spielten zuletzt für den Landesligisten Türkspor Dortmund. Jetzt werden sich deren Wege trennen, denn nur mit einem der drei Spieler möchte Türkspor weiterarbeiten.

Die Brasilianer Iago Augusta de Carvalho, Jorge Machado und Mateus Ayala Cardoniz spielen seit Jahren zusammen in Dortmund. Erst beim TuS Bövinghausen, zuletzt bei Türkspor Dortmund. Mit beiden Klubs haben sie Aufstiege gefeiert und hatten immer ihren Anteil daran.

Machado und Cardoniz waren immer feste Größen in der Offensive und sind durch ihre Tore und Technik aufgefallen. Der wohl beste Spieler der Brasilianer ist aber der Außenverteidiger de Carvalho. Er hat vor allem taktische Vorteile gegenüber seinen beiden brasilianischen Kollegen. Dafür hat er seine Nerven nicht immer beisammen. Beim TuS Bövinghausen hatte er sich im Bezirksliga-Topspiel gegen den FC Nordkirchen nicht im Griff und flog gleich in der Anfangsphase mit einer Roten Karte vom Platz.

Sechs Monate Sperre

Später bei Türkspor Dortmund leistete er sich einen kompletten Aussetzer. Im Kreispokalspiel gegen den TuS Eichlinghofen spuckte er einen Gegenspieler an und bekam eine Strafe von sechs Monaten aufgebrummt. Trotzdem ist er der einzige, mit dem Türkspor in die nächste Saison gehen möchte. Cardoniz und Machado spielen in den Planungen des Klubs keine Rolle mehr.

„Machodo hat sich ja gerade erst einen Kreuzbandriss zugezogen und ist wieder zurück in Brasilien. Er wird nicht mehr zu uns zurückkehren“, sagt der Sportliche Leiter Dimitrios Kalpakidis und fügt an: „Bei Cardoniz sei zwar sportlich alles in Ordnung gewesen, aber zwischenmenschlich passt es einfach nicht mehr.“

Dafür soll Iago Augusta de Carvalho bleiben. „Wir werden bald mit ihm reden. Wir müssen natürlich gucken, wie er darauf reagiert, dass seine beiden Freunde nicht mehr bleiben dürfen. Wir wünschen uns aber, dass er auch in der kommenden Saison für uns spielt“, sagt Kalpakidis.

Insgesamt ist Kalpakidis zufrieden mit dem aktuellen Kader. „21 Spieler haben wir zusammen. Was wir unbedingt benötigen, ist ein zweiter starker Keeper neben Mo Acil. Und wenn noch weitere Top-Verstärkungen für unseren Kader aufploppen, greifen wir natürlich zu“, so der Sportliche Leiter.

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Thomas Schulzke