Der neue Türkspor-Trainer: Sebastian Tyrala. © imago/Martin Hoffmann
Fußball

Türkspor Dortmund muss die nächsten acht Monate auf einen Topspieler verzichten

Obwohl aktuell überhaupt kein Trainings- und Spielbetrieb im Amateurfußball stattfindet, muss ein Dortmunder Fußballer nun eine sehr lange Pause einlegen. Aber was steckt genau dahinter?

Der Amateurfußballbetrieb ruht seit Ende Oktober. Seither müssen die Kicker zuschauen und hoffen, dass die Corona-Zahlen wieder sinken. Wie der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) bekanntgab, wird vor dem 1. April definitiv kein Meisterschaftsspiel ausgetragen. Doch trotz der langen Pause muss ein bekannter Dortmunder Fußballer noch etwa sieben, acht Monate zuschauen – aus einem traurigen Grund.

Er kommt ursprünglich vom Zuckerhut und gehörte in den Saisonspielen der bisherigen Spielzeit fest zum Stammpersonal. Die Rede ist von Jorge Jose Machado, der seit 2019 für den Landesliga-Klub Türkspor Dortmund kickt. Machado gilt durchaus als Stammspieler bei TSD.

Jorge Jose Machado (m.) hat sich schwerer verletzt. © Stephan Schuetze © Stephan Schuetze

Vor einigen Tagen allerdings postete der Türkspor-Kicker auf seinem Instagram-Kanal ein Foto von sich, das ihn auf Krücken zeigt. Zudem ist das rechte Bein des Mittelfeldspielers frisch geschient. Was ist passiert? Hat Machado sich verletzt? Wenn ja, wie und warum? Es ist doch Lockdown-Zeit. Wir haben beim Brasilianer nachgefragt.

Sechs von sechs möglichen Saisonspielen hat Machado bestritten. Dann ging es auch für ihn in den Lockdown. Doch kurz zuvor trainierte der Mittelfeldakteur noch mit seinen Mitspielern – und da passierte es. Machado verletzte sich schwer. „Ein Spieler hat mich im Training von hinten getroffen. Seitdem hatte ich immer wieder Schmerzen. Irgendwann bin ich dann zum Arzt gegangen und da stand fest, dass ich mich operieren lassen muss. Die Operation fand am 4. Februar statt“, teilt der Brasilianer mit.

Jorge Jose Machado ist derzeit auf Krücken unterwegs. © Machado © Machado

Aber welche Verletzung genau zog der TSD-Spieler sich überhaupt zu? „Ich hatte leider einen Kreuzbandriss“, sagt er. Betroffen ist das rechte Bein. In sieben oder acht Monaten dürfe er dann wieder Sport treiben. Ob es dann direkt auch für den Ligabetrieb reicht, ist noch unklar.

Trotz Verletzung ist für Machado dennoch klar: „Ich bleibe bei Türkspor. Ich spiele sehr gerne hier und bin sehr traurig darüber, dass ich zurzeit nicht spielen kann“, teilt der Brasilianer mit, der vor ein paar Monaten auch in seiner Heimat war, nun aber schon länger wieder in Deutschland ist.

„In meiner Heimatstadt Florianópolis werden die Leute auch schon geimpft“, berichtet Machado.

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Sportredaktion Dortmund
Ist bereits seit Kindesbeinen an von Ballsportarten – insbesondere Fußball – fasziniert. Stets neugierig auf der Suche nach Geschichten, auch abseits des Ballsports. Die Liebe zum Journalismus entdeckte er über sein großes Hobby: Fotografie. Gebürtig aus Selm, mittlerweile in Lünen wohnhaft.
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Patrick Schröer

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