Pascal Schmidt, hier noch im Dress der SF Lotte, spielt jetzt für Türkspor Dortmund. Wir haben ihn interviewt. © imago/osnapix
Fußball-Landesliga

Türkspor-Coup: Warum wechseln Sie von der Regionalliga in die Landesliga, Pascal Schmidt?

Türkspor Dortmund hat nochmal zugeschlagen und in Pascal Schmidt einen Regionalliga-Spieler verpflichtet. Warum es den 29-Jährigen von dort runter in die Landesliga zieht, hat er uns verraten.

Zuletzt hat Pascal Schmidt für den Fußball-Regionalligisten RW Ahlen gekickt, bis Ende des vergangenen Jahres trainierte Schmidt auch noch mit seinen Ahlener Kollegen. Ende Januar vermeldete Türkspor Dortmund den 29-Jährigen dann plötzlich als Zugang. Wir haben mit Schmidt über den Grund seines Wechsels, Aufstiegspläne und seine Rolle bei Türkspor gesprochen.

Herr Schmidt, Sie zieht es von der Regionalliga in die Landesliga – warum?

In Ahlen hat man mit mir nicht mehr geplant. Der Verein hat mir einen Wechsel nahe gelegt. Das hat der Verein aber offen angesprochen und es ging immer fair zu. Meinen Vertrag wollte ich dann nicht einfach absitzen, weil ich mein Leben lang schon gerne Fußball spiele.

Wie ging es dann weiter?

Türkspor hat sich relativ früh bei mir gemeldet. Wir haben uns dann getroffen und dann wurde der Wechsel ziemlich schnell klar. Ich spiele dann nun in der Landesliga. Ich sehe die Entscheidung aber nicht als Rückschritt. In den Gesprächen haben die Leute mich davon überzeugt, dass sie was vorhaben. Die Qualität im Team ist sehr hoch.

Hatten Sie noch andere Angebote?

Ja, es kamen noch ein paar Anrufe. Ich habe mich aber mit keinem anderen Verein getroffen. Für mich war schnell klar, dass ich das mit Türkspor machen möchte. Es war Türkspor auch fair gegenüber, mich mit keinem anderen Verein zu treffen.

Sie sagen es: Ihre Wahl fiel schließlich auf Türkspor Dortmund. Was war der ausschlaggebende Grund?

Der Verein hat mir gut klargemacht, was er vorhat. Türkspor möchte klar nach oben und möglichst schnell aus der Landesliga heraus, um so schnell wie möglich Richtung Oberliga zu kommen. Gut ist, dass der Verein keinen Druck macht. Wir müssen nicht direkt in die Oberliga und können in Ruhe arbeiten. Außerdem geht es im Verein schon professionell zu. Wir haben einheitliche Trainingsklamotten gestellt bekommen. Der Verein hat eine klare Vision und die habe ich ihm abgenommen.

Türkspor hat seit Neuestem einen neuen Trainer: Welche Rolle hat die Verpflichtung des neuen Coaches Sebastian Tyrala gespielt?

Bei mir stand die Entscheidung schon relativ früh fest – seit Mitte Januar schon. Dass er (Sebastian Tyrala, Anm. d. Red.) unser Trainer wird, habe ich erst am Ende mitbekommen. Ich habe ihn aber schon kennengelernt. Man merkt, dass er Bock auf das Projekt hat. Er ist echt ein Trainer mit Herzblut. Ich habe ein gutes Gefühl.

Sie kommen aus Unna, haben schon viel über Türkspor gehört – wie war Ihre Wahrnehmung bislang?

Ich kenne Aldin Kljajic (Spieler Türkspor, Anm. d. Red.). Wir hatten immer wieder Kontakt und ich habe von ihm Informationen bekommen. Natürlich habe ich damals vom Abgang von Kevin Großkreutz gelesen. Ich habe für mich aber selbst gesagt, dass ich mir das Angebot unverbindlich anhören will. Ich bin ohne Vorurteile in die Gespräche gegangen, hatte vorher auch nichts Negatives über den Verein gehört.

Kennen Sie noch andere Spieler aus dem Kader?

Ja. Mit Florian Juka habe ich zum Beispiel in Hamm gespielt, Ömer Akman kenne ich auch schon einige Jahre. Gegen Mo Acil im Tor habe ich häufig gespielt, genauso wie gegen Marcel Reichwein und gegen Nino Saka. Daran erkennt man auch, dass sich die Spieler alle auf einem hohen Niveau befinden.

Kommen wir zu Ihnen: Auf welcher Position sehen Sie sich?

Am liebsten auf der Zehn. Ich habe auch auf den Außen jahrelang gespielt – auf jeden Fall im offensiven Bereich.

Beschreiben Sie sich mal selbst. Was für ein Spielertyp sind Sie?

Vor dem Tor habe ich eine gewisse Qualität. Meine alten Trainer werden wohl sagen, dass ich eher nicht so viel laufe (lacht). Ich denke aber, dass ich immer viel in Bewegung bin, jemand der sich die Bälle auch holt. Meine Technik ist meine besondere Stärke.

Kommen wir schon zum Abschluss: Welche Ziele haben Sie mit Türkspor Dortmund?

Der Verein macht ja kein Geheimnis daraus, dass wir hoch wollen. Ich denke, dass der Verein aktiv sein wird, damit wir in der Westfalenliga eine schlagkräftige Truppe zusammen hätten. Man darf aber auch nicht vergessen: Die Ligen sind stark und es gibt mehrere Mannschaften mit einer hohen Qualität. Es wird nicht einfach für uns. Auf uns warten nur Endspiele.

Über den Autor
Sportredaktion Dortmund
Ist bereits seit Kindesbeinen an von Ballsportarten – insbesondere Fußball – fasziniert. Stets neugierig auf der Suche nach Geschichten, auch abseits des Ballsports. Die Liebe zum Journalismus entdeckte er über sein großes Hobby: Fotografie. Gebürtig aus Selm, mittlerweile in Lünen wohnhaft.
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Patrick Schröer

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