Amateurfußball

Trainingsstart der BVB-Talente sorgt für Kritik – Jugend-Boss Edelstein reagiert

Die B- und A-Jugendlichen von Borussia Dortmund sind wieder ins Training gestartet. Das sorgt für Unmut. Andreas Edelstein, stellvertretender Kreisvorsitzender und Jugend-Boss, äußert sich.
Im Fußballkreis Dortmund gibt es für die Juniorenfußballer einige Änderungen. Das bestätigte der KJA-Vorsitzende Andreas Edelstein. © Folty

Sein Ansinnen formulierte Mike Tullberg schon im vergangenen November äußerst prägnant. „In drei, vier Jahren“, sagte der U19-Cheftrainer von Borussia Dortmund, „soll es nicht heißen: Damals gab es dieses Corona-Jahr – und da haben wir nicht viel für die Entwicklung getan.“ Die ihm anvertrauten A-Jugendlichen will der Däne darum so gut es geht betreuen in der weiterhin anhaltenden Corona-Pandemie. Kürzlich hat er sie wieder auf dem Trainingsplatz versammelt – zum Unmut mancher.

Nachdem die Ruhr Nachrichten über den 2021er Trainingsstart der U19- und U17-Fußballer des BVB berichtet hatten, wurden mal wieder einige Beschwerden laut. Ein paar Facebook-User bezeichneten dies schlicht als „Frechheit“. Andere wurden konkreter. „Das ist das Allerletzte“, schrieb eine Nutzerin. „Unsere Kinder leiden so sehr und dürfen jetzt nicht mal den Platz zu zweit betreten und die kriegen schon wieder eine Sonderbehandlung.“ Eine andere schloss sich diesem Urteil an: „Das ist wirklich ein Witz. Entweder alle oder keiner.“

Andreas Edelstein sieht einen „gewaltigen Unterschied“

Andreas Edelstein, seinerseits stellvertretender Kreisvorsitzender in Dortmund, sind diese Beschwerden neu. An ihn selbst, sagt er am Sonntag im Gespräch mit dieser Redaktion, seien sie noch nicht herangetragen worden. Und es sei doch eigentlich sehr einfach zu verstehen, so Edelstein. „Wir reden von der A- bzw. B-Junioren-Bundesliga, der Vertragsstatus ist ein ganz anderer. Die Spieler üben da ihren Beruf aus.“ Edelstein sieht darum einen „gewaltigen Unterschied zum Breitensport“ – wenngleich der Spielstopp, der für alle Amateure gilt, natürlich bitter sei.

„Ich war dabei, als der BVB sein Hygienekonzept vorgestellt hat“, erklärt Edelstein anschließend. „Da sind völlig andere Möglichkeiten vorhanden, natürlich. Borussia Dortmund hat viele, viele Ordner, kann die Einhaltung der Hygienemaßnahmen außerdem viel besser überwachen.“ Amateursportvereine seien dazu punktuell in der Lage, „dauerhaft wird es aber sehr schwierig“, glaubt er. „Die Verantwortung ist meist auf wenige Schultern verteilt“, so Edelstein, der bemerkt: „Und die, die sich engagieren, haben wohl keine Lust, sich jeden Sonntag anmeckern zu lassen.“

BVB-Talent können sich sportliche Stagnation nicht erlauben

Der Amateurfußball komme nicht an den Profisport heran, so sei es eben, resümiert Edelstein – und versteht zweifelsfrei, warum die Borussia mit ihren hochbefähigten A- und B-Jugendlichen wieder ins Training eingestiegen ist. Die Top-Talente müssen schließlich etwas für ihre Entwicklung tun.

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