Fußball Westfalenliga

Talentierter Fußballer wurde von Corona-Erkrankung zurückgeworfen, hat das Virus aber überstanden

Nils Da Costa Pereira ist ein Glücksgriff für den Westfalenligisten FC Brünninghausen. Was seine Lieblingsposition ist und was sein Spiel mit einer Zündschnur zu tun hat, verriet er jetzt.
Nils Da Costa Pereira (M.) zieht es auf die linke Außenbahn beim FC Brünninghausen. © Nils Foltynowicz

Fußballerisch hat er sein Handwerk bei Borussia Dortmund und Rot Weiß Essen gelernt. Jetzt steht Nils Da Costa Pereira in Diensten des FC Brünninghausen und fühlt sich da überaus wohl, wie er jetzt im Interview auf der Webseite des FC Brünninghausen berichtet.

Zuletzt bremste ihn zwar seine eigene Corona-Erkrankung aus. Das habe ihn eine Zeit lang nach hinten geworfen, sagt er im Interview. Aber im Großen und Ganzen habe er die Krankheit soweit gut überstanden.

Sportlich sieht Da Costa Pereira sein Team in der Westfalenliga auf dem absolut richtigen Weg. Das gelte auch, obwohl der Saisonstart zunächst etwas holprig war: „Ich nenne es mal unsere Findungsphase in den ersten Spielen. Die haben wir trotz alledem gut überstanden.“

Vor allem aufgefallen sei ihm, dass der Teamgeist im Vergleich zur letzten Saison beim FCB ein ganz anderer geworden sei. „Wir konnten viele Spieler neu verpflichten, die beim FC Brünninghausen perfekt reinpassen, und die Spieler halten, die das Grundkonzept des FCB stellen – und ebenfalls sehr gut miteinander harmonieren. Die gesunde Haltung zwischen Spaß, Ehrgeiz und Konkurrenzkampf macht es meiner Meinung dieses Jahr aus.“

Die Leistung seines Teams schätze er durch und durch gut ein. Und damit habe sich der FC Brünninghausen für den Zeitpunkt, wenn es endlich wieder losgeht, eine gute Startposition erarbeitet, um im oberen Tabellenbereich der Liga ordentlich mitzumischen.

Seine ganz persönliche Bilanz fällt hingegen nicht ganz so positiv aus. Für ihn selbst sei die Spielzeit bislang eher durchwachsen gelaufen, sagt Da Costa Pereira. „Nachdem ich verspätet in die Saisonvorbereitung gestartet bin, habe ich erst das zweite Spiel von Anfang an spielen können und mich nach und nach in die Mannschaft gespielt.“

Und dann kam diese „extrem ärgerliche“ Rote Karte im vorletzten Spiel vor der Saison-Unterbrechung bei Concordia Wiemelhausen im Oktober. Beim Stand vom 2:1 für Brünninghausen musste Da Costa Pereira vom Platz. Gegen zehn FCB-Spieler gelang Wiemelhausen in der sechsten Minute der Nachspielzeit sogar noch der Ausgleich zum 2:2.

Für Da Costa Pereira ist das jetzt aber alles Schnee von gestern, und die ganze Aufmerksamkeit richtet er jetzt auf die kommenden Aufgaben. Mittlerweile hat er sein Hauptbetätigungsfeld in Brünninghausen auf der linken Abwehrseite gefunden. Eine Position, die ihm gefällt, auch wenn er zuvor beim FCB eher in der linken Offensive unterwegs war.

Beides schließt sich auch Sicht von Da Costa Pereira aber nicht aus. „In meiner Jugendzeit in Essen habe ich durchgängig linker Verteidiger gespielt. Die Position, finde ich persönlich, passt am besten zu mir.“ Aber er sehe sich auch offensiv stark und könne den Spielaufbau von hinten bereichern. Hohes Tempo hilft eben defensiv wie offensiv.

Und was gibt´s zu verbessern? Ist der ausgewiesene Neymar-Fan Da Costa Pereira vielleicht etwas selbstkritischer als sein großes Vorbild aus der brasilianischen Nationalmannschaft? Ist er. „Verbesserungsbedarf gibt es bei den Emotionen, die ich mitbringe. Durch meine sehr leidenschaftliche Art Fußball zu spielen habe ich eine relativ kurze Zündschnur. Die dürfte gerne etwas länger sein.“

Dorsten am Abend

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