Ajan Dzaferoski hat Kevin Großkreutz zum TuS Bövinghausen geholt. © Stephan Schuetze
Fußball-Westfalenliga

Sollte Patrick Owomoyela nicht zusagen, hat der TuS Bövinghausen einen Plan B in der Tasche

Der Fußball-Westfalenligist TuS Bövinghausen ist heiß auf Patrick Owomoyela. Sollte der Ex-Profi nicht als Trainer kommen, hat der Vorsitzende Ajan Dzaferoski einen Plan B in der Tasche.

Ajan Dzaferoski hat schon länger nichts mehr von Patrick Owomoyela gehört. „Das ist auch nicht schlimm“, sagt er, „ich habe ihm ja Zeit zugesichert, sich in Ruhe zu entscheiden.“ Dzaferoski hat kein Problem damit, bis zum 10. Juni auf Owomoyelas Entscheidung zu warten. „Dann sollten wir es aber wissen“, sagt der TuS-Boss.

Dzaferoski wirkt in den Gesprächen, in denen es um die Trainerfrage geht, ganz entspannt. „Warum auch nicht?“, fragt er. Und gibt dann selbst die Antwort. „Ich habe doch einen Plan B in der Tasche, sollte das mit Patrick Owomoyela nicht klappen.“ Und seinen Plan B trifft er am Mittwoch im mazedonischen Skopje.

Ajan Dzaferoski (l.) hat mit Trainer Nikolai Karcev noch nicht darüber gesprochen, wie es nächste Saison für ihn weitergeht. © TuS Bövinghausen © TuS Bövinghausen

Dzaferoski fliegt für eine Woche nach Skopje und hat sich da auch mit Nikolai Karcev verabredet. Karcev hatte zuletzt mit Sven Thormann den Westfalenligisten TuS Bövinghausen trainiert, ist nach der Saisonunterbrechung aber wieder in seine Heimat Mazedonien geflogen. „Nikolai und Sven haben uns doch auf Platz eins geführt“, erklärt Dzaferoski. Das Duo hätte wenig falsch gemacht und die Mannschaft attraktiven und erfolgreichen Fußball spielen lassen. Da stellt sich die Frage, warum Dzaferoski überhaupt nach einem neuen Trainer sucht.

Aber wer Dzaferoski ein bisschen kennt, weiß, dass auch Namen für ihn wichtig sind. Für die Außendarstellung, zum akquirieren von Sponsoren. Der TuS Bövinghausen ist für ihn zwar eine Herzensangelegenheit, aber auch ein Geschäft. Das hat er mehrfach betont. Und Geschäfte lassen sich besser mit dem Namen Owomoyela anstatt Karcev machen. Hinzu kommt, dass der ehemalige Nationalspieler Owomoyela dem Klub auch sportlich weiterhelfen kann.

Am Mittwoch wird sich Dzaferoski dann mit Karcev über die mögliche Rückkehr unterhalten. Er würde bei einer Owomoyela-Absage dann wieder mit Sven Thormann zusammen das Team coachen. Dass Thormann bleibt, steht ohnehin fest, egal, wen Dzaferoski noch verpflichtet.

Doch so ganz will Dzaferoski dann doch nicht bis zum 10. Juni auf einen Anruf von Owomoyela warten. „Ich werde ihn die nächsten Tage mal wieder kontaktieren.“ Vielleicht wissen ja dann alle schon vor dem 10. Juni, ob Plan A oder Plan B in der Spielzeit 2021/22 greift.

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Thomas Schulzke
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