Die SG Gahmen wird mindestens ein weiteres Jahr in der Kreisliga verbringen müssen. © Timo Janisch
Fußball

SG Gahmen ist sich keiner Schuld bewusst: „Habe keine Mail vom Verband gesehen“

Weil die SG Gahmen ihre Beschwerde über die Saison-Annullierung an die falsche Adresse schickte, wird der Klub auch weiterhin in der A-Liga bleiben. Bei der SGG sieht man allerdings kein Versäumnis.

Es ist endgültig vorbei. Als einziger Klub in Westdeutschland hatte die SG Gahmen Beschwerde gegen die Wertung der jüngsten Fußballsaison eingelegt. Da der Verein das Schreiben allerdings an den Verband und nicht an den zuständigen Fußballkreis sendete, verlief die Beschwerde schlussendlich im Sand. Der Verein sieht den Fehler allerdings an anderer Stelle.

Beschwerde hätte zum Fußballkreis gemusst

Die letzte Hoffnung für die SG Gahmen möglicherweise noch auf rechtlichem Wege einen Aufstieg in die Bezirksliga zu realisieren, ist dahin. Wie der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) am Dienstag (11. Mai) in Person von Vizepräsident Manfred Schnieders bestätigte, sei zwar eine Beschwerde der SG Gahmen beim Verband eingegangen, diese hätte aber an den Fußballkreis Dortmund gerichtet werden müssen.

Mit dem Verbleib in der A-Liga endet auch die Zeit von Hüseyin Tekin bei der SG Gahmen.
Mit dem Verbleib in der A-Liga endet auch die Zeit von Hüseyin Tekin bei der SG Gahmen. © Timo Janisch © Timo Janisch

Darüber habe man den A-Ligisten laut Schnieders umgehend informiert. Bei der SG Gahmen scheint man davon allerdings nicht zu wissen. „Ich habe keine Mail vom Verband gesehen, in der wir in irgendeiner Art und Weise auf einen Fehler aufmerksam gemacht worden wären“, so Hüseyin Tekin, Sportlicher Leiter der SGG.

Fernab davon habe er kein Verständnis dafür, dass der Verband das Schreiben nicht an die zuständigen Stellen weiterleite, wenn er nicht selber verantwortlich sei. „Wir haben die Beschwerde an den Verband und seinen Präsidenten (Gundolf Walaschweski, Anm. d. Red.) gerichtet und sollte das nicht richtig sein, dann darf man doch erwarten, dass der Präsident diese Beschwerde weitergibt. Der Präsident des FLVW sollte der richtige Ansprechpartner sein“, betont Tekin, der kein Fehlverhalten bei seinem Klub sieht.

Tekin-Rücktritt ist endgültig fix

Unterdessen hat das augenscheinlich falsch adressierte Schreiben folgenschwere Konsequenzen, denn für den ambitionierten A-Ligisten bedeutet es eine weitere Saison ohne Bezirksligafußball. Zudem sind nun auch mögliche letzte Hoffnungen auf eine weitere Zusammenarbeit mit dem Sportlichen Leiter erloschen, der seinen Rücktritt zuvor an den Aufstieg geknüpft hatte.

„Jetzt steht auf jeden Fall fest, dass ich im Sommer definitiv nicht mehr weitermachen werde und ich werde auch zu keinem anderen Verein gehen. Ich bleibe in Gahmen, aber nur noch als Spieler in der Alten Herren“, unterstreicht Tekin.

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Vor einiger Zeit aus dem Osnabrücker Land nach Dortmund gezogen und seit 2019 bei Lensing Media. Für die Ruhr Nachrichten anfangs in Dortmund unterwegs und jetzt in der Sportredaktion Lünen tätig – mit dem Fußball als große Leidenschaft.
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Marius Paul

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