Der Kampf um den Ball: Verbieten das die Fußballkreise den Teams aus Castrop-Rauxel auch wenn die Corona-Schutzverordnung es zulassen würde? © Timo Janisch
Fußball Kreisliga A

SG Gahmen bricht auseinander – wer soll die Dortmunder Löwen stoppen?

Die SG Gahmen galt in den vergangenen zwei Jahren als der Hauptfavorit um den Titel in der Kreisliga A2. Jetzt muss das Team viele Abgänge hinnehmen, wodurch die Dortmunder Löwen in die Favoritenrolle rücken.

Die SG Gahmen hatte sich vor rund einem Jahr einen Kader zusammengestellt, der seinesgleichen suchte. Zahlreiche Spieler, die ehemals im überkreislichen Bereich ihre Erfahrungen gesammelt haben.

Und genau so startete das Lüner Team auch in die Saison, gewann alle Spiele bis zur Unterbrechung Ende Oktober vergangenen Jahres.

Mittlerweile ist die Spielzeit annulliert, Gahmen nicht aufgestiegen und es verändert sich so einiges beim Klub.

Acht Spieler haben den Verein verlassen, Trainer Bülent Kara hat beim VfL Kemminghausen angeheuert. Lediglich einen Neuzugang gibt es bis dahin.

18 Mann ist der Kader groß, sagt Hüseyin Tekin, der Sportliche Leiter. Neuzugänge werde es noch geben, auch wenn Tekin erklärt: „Eigentlich brauchen wir keine neuen.“

Ändert sich die Favoritenrolle?

Doch was bedeutet der Aderlass des Teams für die Liga? Wird es eine Veränderung der Favoritenrolle geben? Die Dortmunder Löwen sind ein ambitioniertes Team, galten als großer Herausforderer Gahmens in der vergangenen Spielzeit.

„Die Geschichte wird etwas spannender“, sagt Michael Kalwa, Trainer der Dortmunder Löwen. Auch sein Blick geht rüber nach Lünen, doch er will Gahmen nicht unterschätzen. „Die Abgänge tun sicherlich weh. Nichtsdestotrotz ist es eine erstklassige Mannschaft, die oben mitzocken wird. Es sollte keiner in der Liga den Fehler machen, Gahmen abzuschreiben. Das sehe ich noch nicht.“

Fünf Mannschaften sieht Kalwa oben mit dabei: Die Sportfreunde Sölderholz, Eving Selimiye Spor, VfB Lünen, Gahmen und sich selbst, die Dortmunder Löwen.

Maik Kortzak hält sich da noch bedeckt. „Es wird schwer ganz oben mitzuspielen, wir wollen aber eine gute Rolle spielen“, sagt der Trainer der Sportfreunde Sölderholz. Er sieht die Dortmunder Löwen nun aber in der Favoritenposition. „Für mich ist Brackel der Favorit, ich finde sie sehr, sehr stark.“

Nikolic hat noch ein weiteres Team auf dem Zettel

Auch Tomislav Nikolic schließt sich da an. Der Coach von Eving Selimiye Spor sagt: „Zu Gahmen kann ich nicht viel sagen, weil da viel passiert, aber Brackel ist einer der Top-Favoriten.“

Nikolic hat dabei aber nicht nur die Dortmunder Löwen im Blick, sondern auch einen Klub, der in den vergangenen Wochen viele Spieler verpflichtet hatte: SG Alemannia Scharnhorst.

„Scharnhorst hat sich richtig gut verstärkt. Jetzt ist die Frage, ob das von Anfang an passt“, sagt Nikolic.

Es verspricht aber bereits jetzt eine spannende Spielzeit in der Kreisliga A2 Dortmund zu werden.

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David Nicolas Döring

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