Yannik Körner stand beim ETuS/DJK Schwerte überraschend in der Aufstellung und hat sogar durchgespielt. © Bernd Paulitschke
Fußball-Bezirksliga

Schwertes Yannik Körner wollte kürzertreten, spielt aber am ersten Spieltag durch – warum?

Eigentlich hatte sich Yannik Körner vorgenommen, in dieser Spielzeit deutlich kürzerzutreten. Am Wochenende stand er für den ETuS/DJK Schwerte aber wieder über 90 Minuten auf dem Platz. Aber warum?

Es ist gerade einmal ein paar Wochen her, als Yannik Körner, jahrelang Kopf und Kapitän des ETuS/DJK Schwerte verkündete, dass er künftig kürzertreten wolle und müsse. Aus beruflichen Gründen, Körner ist nach Köln gezogen, könne er den Aufwand nicht mehr bewerkstelligen. „Der Verein ist Teil meines Lebens. Wenn ich darüber nachdenke, bricht es mir das Herz“, sagte Körner Ende Juli. Überraschend stand Körner am Sonntag im Spiel bei BW Alstedde aber auf dem Platz. Eine Rolle rückwärts also?

Körner spielte beim Saisonauftakt beim BW Alstedde sogar durch, musste mit ansehen, wie seine Mannschaft in der Nachspielzeit noch zwei Gegentreffer schluckte. Mit 1:3 verloren die Schwerter schlussendlich. „Es ist so, dass wir personell eingeschränkt waren. Wir hatten viele Urlauber. Deswegen hat mich der Trainer gefragt, ob es zeitlich bei mir passen würde. Ich habe zwar die Vorbereitung nicht mitgemacht, habe mich aber immer fitgehalten“, beschreibt Körner, wie es zu seinem Einsatz kam.

Yannik Körner agiert als Innenverteidiger

Der 30-Jährige, der früher zumeist auf der Sechs agierte, lief dieses Mal als Innenverteidiger auf und war mit seinem Spiel, aber auch jenem seiner Mannschaft trotz der Niederlage zufrieden. „Wir haben nur leider unsere Chancen nicht genutzt“, so Körner, der sich fit fühlte und konditionell keine Probleme gehabt habe.

Bleibt es nun bei diesem einmaligen Einsatz oder ist mit Körner noch häufiger zu rechnen? „Ich habe ja nie aufgehört, den Fußball zu lieben und spiele, seit ich klein bin. Wenn die Möglichkeit besteht und Bedarf ist, dann stelle ich mich gerne zur Verfügung“, sagt Körner.

Auch im Derby am Sonntag gegen den Geisecker SV? „Ich habe mit Andre Haberschuss noch nicht gesprochen. Es entscheidet sich kurzfristig. Aber ich will ja auch nicht die Spieler in den Schatten rücken, die die ganze Woche trainieren. Das wäre unfair“, sagt Körner, der sich die Partie gegen Geisecke aber so oder so ansehen werde.

Einen besonders hohen Stellenwert schreibt er der Partie am Sonntag aber nicht zu – obwohl es ein Derby ist. „Ich will gewinnen, wenn ich auf den Platz gehe – egal, wer unser Gegner ist“, sagt der Schwerter abschließend.

Über den Autor
Sportredaktion Dortmund
Ist bereits seit Kindesbeinen an von Ballsportarten – insbesondere Fußball – fasziniert. Stets neugierig auf der Suche nach Geschichten, auch abseits des Ballsports. Die Liebe zum Journalismus entdeckte er über sein großes Hobby: Fotografie. Gebürtig aus Selm, mittlerweile in Lünen wohnhaft.
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Patrick Schröer

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