Wird im Sommer RW Germania verstärken: Safa Obi (l.). © Jens Lukas
Fußball-Bezirksliga

Safa Obi wollte eigentlich gar nicht nach Dortmund wechseln, jetzt tat er es doch

Safa Obi wird ab dem Sommer Fußball-Bezirksligist RW Germania unterstützen. Eigentlich wollte er den FC Frohlinde nicht verlassen, jetzt spielt er doch erstmals in seiner Heimatstadt.

Safa Obi musste schmunzeln, als er von der Verkündung seines Wechsels las. Als „Namensvetter von Obi-Wan Kenobi“ wurde der Neuzugang von RW Germania angekündigt, doch „den Spitznamen hat mir noch keiner gegeben“, sagt er.

Eigentlich nennen ihn alle einfach nur Safa. Außer seines jetzigen Trainers beim Landesligisten FC Frohlinde. Dieser hat mal angefangen ihn „Saffran“ zu rufen.

„Ich war nie interessiert daran zu wechseln“

Und dadurch, dass Frohlinde-Coach Stefan Hoffmann den Spitznamen auch auf dem Trainingsplatz nutze, fingen auch einige Mannschaftskollegen damit an.

Mit Hoffmann hat Obi nicht nur auf dem Platz zu tun, sondern auch bei der Arbeit. Genauso wie mit Yannik Tielker, der treibenden Kraft hinter dem Wechsel von Obi zu Germania.

„Yannik hatte mich schon mehrmals angesprochen gehabt“, erzählt Obi, „ich war nie interessiert daran zu wechseln.“ Doch dann gab es keine Übereinkunft mit seinem aktuellen Klub Frohlinde über eine Zusammenarbeit zur neuen Saison und plötzlich war Obi verfügbar. Ganz zur Freude von Tielker und RW Germania.

Der Bezirksligist soll sich dann sehr bemüht haben, Obi von einem Wechsel zu überzeugen. „Die Trainer wollten mich unbedingt haben“, erzählt Obi. Das und die Erzählungen von Tielker auf der Arbeit, haben direkt für ein gutes Gefühl bei Obi gesorgt. Dennis Rensmann und Alexander Schwarz, Trainerteam des Bezirksligisten, haben sich reingehangen, um den Flügelspieler zu bekommen.

Hinzukommen die Pläne des Vereins. Zwar habe nie jemand vom Aufstieg gesprochen, doch der ambitionierte Ansatz des Klubs und die sportlich erfolgreichen Jahre in der Bezirksliga sind seit dem Aufstieg vor drei Jahren auch Obi nicht verborgen geblieben.

Dortmunder Junge, der nie in Dortmund gespielt hat

„Die wollen oben mitspielen, wollen im oberen Drittel bleiben. Wenn ich die Neuzugänge so lese, dann denke ich, dass es für nächste Saison ganz gut aussieht“, sagt Obi, der Neuzugang Kaan Akkus bereits aus Duellen zwischen Frohlinde und Türkspor kennt und mit William Najdi, der vom TuS Hannibal zu Germania wechselt, gut befreundet ist.

Obi selbst ist Dortmunder Junge, der aber nie in Dortmund gespielt hat, immer in Castrop-Rauxel seine fußballerische Heimat hatte. Neun Jahre war der 25-Jährige in Frohlinde nun aktiv. Gerne hätte er das zehnjährige Jubiläum vollgemacht, aber „es hat nicht so sein sollen“, sagt der Außenverteidiger, der offensiv wie defensiv alle Positionen auf den Flügeln bespielen kann. „Mal vorne, mal hinten“, sagt er zu seiner Ausrichtung auf dem Feld. „Ich kann beides spielen. Ich bin auch ein Defensivspieler, der gerne nach vorne mitmarschiert.“

Jetzt freut er sich auf seine Premiere im Dortmunder Amateurfußball, seiner Heimat. Welchen Spitznamen er dann aber von seinen neuen Teamkollegen verpasst bekommt, bleibt abzuwarten.

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David Nicolas Döring