Bezirksligist Rot Weiß Germania sorgte am Wochenende für ein ordentliches Ausrufezeichen. © Nils Foltynowicz
Fußball-Bezirksliga

RW Germania lässt mit Transfers aufhorchen – ändert der Klub seine Philosophie?

RW Germania hat aufgerüstet – mit namhaften Spielern, die vermuten lassen, dass der Klub höher hinaus will. Ändert der Fußball-Bezirksligist seine Strategie? Wir haben nachgehört.

Sturmtief Klaus verschont den Dortmunder Westen. Der Vorsitzende eines durchaus ambitionierten Vereins wertet einige namhafte Neuverpflichtungen nicht als Paradigmenwechsel oder gar als Angriffssignal. Ein bisschen frischer Wind tut dem Bezirksligisten laut Vorstand und Trainer aber schon gut.

Und so macht es Klaus Panitz, der Vorsitzende von RW Germania, der aktuellen Wetterlage nicht gleich. Als Hochdruckgebiet in der Tabelle sähe er seine Mannschaft sehr gerne, aber bestimmt nicht um jeden Preis. „Um Gottes Willen“, sagt Panitz, „nein, wir bleiben uns treu. Dass jetzt so gute Jungs zu uns wechseln, hat sich so ergeben und passt auch ins Gefüge, da uns Stammspieler verlassen.“

RW Germania hatte nach Abgängen Bedarf

Das bestätigt Trainer Alexander Schwarz: „Gerade Raphael Meißner und Giacomo Schulz hinterlassen als Stützen eine Lücke. Dennis Schmidt hat uns bereits verlassen, auch Niklas Uellendahl wechselt. Daher hatten wir Bedarf. Denn unser Anspruch bleibt, im oberen Bereich mitzumischen.“ Der Coach des Sechsten, der noch mehr Spiele zu absolvieren hat als einige Konkurrenten, möchte also keinen Qualitätsverlust, aber dennoch den Teamcharakter erhalten.

Das, glaubt er, gelingt, selbst wenn erprobte Charaktere wie Kaan Akkus (Türkspor), William Najdi (TuS Hannibal) und Safa Obi (FC Frohlinde) Erfahrung aus höheren Ligen mitbringen. „Sie passen zu uns“, sagt Schwarz. Und Panitz fügt hinzu: „Beide Seiten profitieren. Wir haben sehr gute neue Leute, die neuen Jungs erleben ein intaktes Vereinsleben und Mannschaftsgefüge.“

RW Germania will an der Gemeinschaft festhalten

Die Gemeinschaft bleibt, versichern beide, wichtiger als die Individualität. „Wenn aber ein erfahrener Linksfuß wie Kaan sich für uns interessiert, bemühen wir uns natürlich um ihn. Genauso ist es bei den anderen. Zudem haben wir ja auch noch Richard Kuske von BSV Fortuna sowie Mick Werkmeister, Adam Ben Achour und Joey Schaut von Urania Lütgendortmunds A-Junioren verpflichtet. Das sind alles Leute, die zu uns passen“, erläutert der Coach.

Und Panitz pustet durch: „Im Übrigen verschließen wir unser Tor nicht, wenn sich weitere gute Spieler für unseren Klub interessieren.“ Und auch Schwarz lässt sich seine Stimmung nicht verhageln, sollten weitere interessante Spieler Lust auf Germania-Fußball haben: „Punktuell verstärken wir uns bei Bedarf. Ich hätte noch gerne einen Innenverteidiger.“

Vielleicht blicken die Westlichen nun gespannt darauf, wie zur Abwechslung das nächste Hochdruckgebiet heißt. Wir verraten es: „Margarethe“. Marius Müller-Westernhagen sang mal: „Oh Margarethe, gib mir die Knete!“ Sollte Margarethe dem Folge leisten, sind definitiv noch weitere Hochkaräter drin. Aber natürlich nur welche, die auch zu Germania passen.

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Freier Mitarbeiter
Dortmunder Jung! Seit 1995 im Dortmunder Sport als Berichterstatter im Einsatz. Wo Bälle rollen oder fliegen, fühlt er sich wohl und entwickelt ein Mitteilungsbedürfnis. Wichtig ist ihm, dass Menschen diese Sportarten betreiben. Und die sind oft spannender als der Spielverlauf.
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Alexander Nähle

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