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Fußball

Regionalliga-Angebote, Kreuzbandriss, vereinslos: Dortmunder Fußballer in Warteschleife

Einem Fußballer mit Dortmunder Wurzeln lagen zwei Angebote aus der Regionalliga vor, für eines entschied er sich und verletzte sich dann schwer. Das hat Folgen. Ab dem 1. Juli ist er vereinslos.

Anfang Mai bekam er die bittere Diagnose: Kreuzbandriss. Saisonaus und vielleicht kann er in diesem Jahr sogar gar keinen Fußball mehr spielen. Dabei lief die Spielzeit 2020/21 für ihn persönlich echt passabel. Zwei Regionalliga-Angebote lagen vor, für eines wollte er sich entscheiden – doch nach der Verletzung zogen sich beide Vereine zurück. Nun ist der Dortmunder Fußballer vereinslos und will im Winter neu angreifen.

Die Geschichte gestaltete sich Anfang Mai kurios. Jeffrey Malcherek hat ein Regionalliga-Fußballspiel über 90 Minuten absolviert, obwohl er bereits unwissentlich einen Kreuzbandriss mit sich herum schleppte. Die Diagnose folgte wenig später. Diese Geschichte haben wir bereits Anfang Mai aufgeschrieben. Nun allerdings gibt es eine neue Entwicklung beim Noch-Verteidiger des Regionalligisten VfB Homberg. Ab dem 1. Juli ist der 24-Jährige nämlich vereinslos.

Dabei hatte Malcherek vor seiner Verletzung alle Möglichkeiten. Ihm lag ein Angebot des VfB Homberg vor und auch andere Klubs zeigten am ehemaligen Fußballer des ASC 09 Dortmund, des Lüner SV, von Mengede 08/20 und von Westfalia Rhynern Interesse. So lag ihm auch ein Angebot eines ambitionierten Regionalliga-West-Klubs vor. Malcherek: „Ich hatte die Chance, mich in den nächsten zwei Jahren erstmal auf den Sport zu fokussieren“, sagt Malcherek über das mögliche zweijährige Angebot. Dem VfB Homberg sagte er dann ab.

Jeffrey Malcherek (l.), hier im Duell mit BVB-Profi Steffen Tigges, hat sich einen Kreuzbandriss zugezogen und wird lange ausfallen.
Jeffrey Malcherek (l.), hier im Duell mit BVB-Profi Steffen Tigges, hat sich einen Kreuzbandriss zugezogen und wird lange ausfallen. © imago images/Thomas Bielefeld © imago images/Thomas Bielefeld

Doch es kam anders. Nachdem feststand, dass der Verteidiger sich so schwer verletzt hat, kontaktierte er seinen potenziellen neuen Arbeitgeber und teilte ihm die Verletzung mit. Der Klub nahm daraufhin Abstand von einer Verpflichtung. Aus der Traum. Vorerst. „Aus Homberg kam dann nichts mehr“, so Malcherek, der am vergangenen Samstag im letzten Saisonspiel gegen RW Ahlen verabschiedet wurde. „Davon war ich dann schon etwas überrascht“, sagt Malcherek, der sich nun jedoch auf seinen Genesungsprozess kümmern wolle.

Bis zum Winter möchte sich Jeffrey Malcherek, der in 31 Saisonspielen auf dem Platz stand, Zeit geben, um wieder fit zu werden. In der Rückrunde der demnächst startenden Saison möchte der 24-Jährige dann wieder bei einem neuen Klub angreifen. Wohin es geht, ist derzeit noch unklar. „Ich werde mich nicht beschränken und mir alle Türen offen lassen“, sagt Malcherek, der damit rechnet, dass er ab November, Dezember wieder fußballspezifisch arbeiten könne.

Jeffrey Malcherek (r.) spielte auch für Mengede 08/20.

Am liebsten würde der Innenverteidiger danach wieder in der Regionalliga kicken. „Da sehe ich meine Zukunft schon, ich hatte ja nicht nur 31 Kurzeinsätze“, so der ehemalige Dortmunder Kicker, der hauptberuflich als Vertretungslehrer an einer Dortmunder Gesamtschule arbeitet.

Malcherek lässt sich also weiter nicht unterkriegen und hat trotz des Rückschlags noch eine Menge vor – auch fußballerisch. Nun muss er sich aber noch ein paar Monate in Geduld üben.

Über den Autor
Sportredaktion Dortmund
Ist bereits seit Kindesbeinen an von Ballsportarten – insbesondere Fußball – fasziniert. Stets neugierig auf der Suche nach Geschichten, auch abseits des Ballsports. Die Liebe zum Journalismus entdeckte er über sein großes Hobby: Fotografie. Gebürtig aus Selm, mittlerweile in Lünen wohnhaft.
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Patrick Schröer

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