Das Video um Marcel Großkreutz geht aktuell viral. © Sport-Live
Fußball

Nach Großkreutz-Video: „Die ganze Welt glaubt, der Angreifer kommt von uns“

Das Video mit Marcel Großkreutz und dem Angriff auf ihn ist viral gegangen - obwohl es bereits fünf Jahre alt ist. Ein Verein möchte dazu eine Sache klarstellen.

Zig mal geklickt, tausendfach geliked, geteilt in den USA und in Spanien. Das Video um Marcel Großkreutz und den Notausgang bei den Hallenstadtmeisterschaften 2015/2016 geht aktuell um die Welt.

Ein Verein rückt dabei auch etwas in den Fokus, ohne es wirklich zu wollen. Denn während der Mann aus der Notausgang-Tür auf Marcel Großkreutz losgehen möchte, versuchen gleich mehrere Personen zu schlichten. Im Bild zu sehen: Ein Spieler im Trikot des TuS Hannibal läuft dazu.

„…wäre es zu Mord und Totschlag gekommen“

Das ließ viele Interessierte im Netz kommentieren. „Wer ist TuS Hannibal?“, fragt ein User unter dem Video. Ein anderer schreibt: „TuS Hannibal?! What the hell? (Zu Deutsch: Was zur Hölle?)“, schrieb ein anderer. Doch es gab auch unschöne Kommentare: „Wenn der Torhüter vom TuS Hannibal noch eingegriffen hätte, wäre es zu Mord und Totschlag gekommen.“

Selbst im Ausland wurde mit klarem Urteil kommentiert. „TuS Hannibal?! Haha, das erklärt einiges“, schrieb ein Twitter-Nutzer auf Schwedisch.

Und was sagt der Bezirksligist TuS Hannibal dazu? Er verteidigt sich. Trainer Hamsa Berro sagt über die Szene mit dem Angriff auf Großkreutz: „Die ganze Welt glaubt, der Angreifer ist von uns. Der war aber nicht von uns.“

Die Vermutung komme im Netz vor allem deshalb zustande, weil der Torwart des TuS Hannibal zu der Szenerie dazurannte, obwohl er mit dem Spiel nichts zu tun hatte, weil der SC Husen-Kurl gegen den VfL Kemminghausen spielte.

„Mustapha ist aufs Feld gelaufen, weil er mit Großkreutz befreundet ist und schlichten wollte“, sagt Berro. Mustapha ist Mustapha Hamdaoui, damals Torwart des TuS Hannibal und Freund von Marcel Großkreutz.

„Ich kenne den Mustapha schon lange, der wollte nur dazwischengehen“, sagt auch Großkreutz, der das Ganze entspannt sieht: „Ist ja auch lustig. Jeder, der das sieht, lacht sich halt einen ab.“

Nur wer der Angreifer war, kann keiner sagen. Großkreutz ist ihm danach nicht mehr begegnet.

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