Im Amateurfußball gelten eigentlich strenge Hygienevorschriften. © Stephan Schuetze
Fußball

Nach Bericht über Kabinen-Partys von Amateurfußballern: Stadt Dortmund reagiert

Ein Amateurfußballer hat anonym darüber berichtet, dass die Hygienevorschriften rund um den Spielbetrieb regelmäßig verletzt werden. Jetzt hat die Stadt Dortmund darauf reagiert.

Aktuell pausiert der Amateurfußball aufgrund der Coronavirus-Pandemie. Schon vor dem Stopp des Spielbetriebs gab es strenge Hygienevorschriften, an die sich die Vereine und Spieler halten mussten. Gegenüber den Ruhr Nachrichten hatte ein Fußballer allerdings anonym darüber berichtet, dass die Verletzung dieser Regelungen an der Tagesordnung war.

Aber wie reagiert die Stadt Dortmund als offizielle Behörde auf dieses offenkundigen Verstoß gegen Hygienevorschriften und die Corona-Schutzverordnung? „Das geschilderte Verhalten an nicht benannten Orten kann uns, wenn keine Anzeige in Bezug auf ein ordnungswidriges Verhalten erstattet worden ist, nicht bekannt sein“, erklärt die Stadt auf Anfrage der Ruhr Nachrichten. Und die Behörden könnten laut eigenen Aussagen zu Verhaltensweisen, von denen sie keine Kenntnis hätten, auch keine Aussagen treffen.

„Die personellen Ressourcen sind begrenzt“

„Grundsätzlich gilt der Appell an das verantwortungsbewusste Handeln. Wenn Mannschaftssport wieder gestattet sein wird“, so die Stadt, hätten die betreffenden Amateurfußballer die Chance, ihr Verhalten zu ändern.

Die Stadt kann den Bericht des Amateurfußballers aus der Region laut eigenen Aussagen nicht zum Anlass nehmen, verstärkt auf den Sportplätzen zu kontrollieren – sollte der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden. „Die personellen Ressourcen des Ordnungsamtes und die unterstützenden Organisationseinheiten sind begrenzt und müssen je nach aktueller Situation eingesetzt werden. Daher liegt es auf der Hand, dass es unmöglich ist, dass auf allen Sportplätzen Mitarbeiter*innen patrouillieren, nur weil dort jeweils ein Spiel oder ein Training stattfindet.“

Die Stadt könne nicht kontrollieren, ob die Sportlerinnen und Sportler auf dem Platz oder in den Umkleideräumen aus denselben Flaschen trinken. „Das Ordnungsamt wird tätig, wenn es einen konkreten Hinweis auf ein Vergehen erhält. Trotzdem ist damit zu rechnen, dass stichprobenartig Kontrollen von Sportplätzen erfolgen können.“

Über die Autorin
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Jahrgang 1993, geboren und aufgewachsen in Dortmund. Liebt den Sport und die Emotionen dabei privat und beruflich, vor allem den Handball. Seit 2014 bei Lensingmedia - nach Praktikum, freier Mitarbeit und Volontariat jetzt Sportredakteurin.
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Nina Bargel

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