Der VfR Sölde hat erneut auf dem Transfermarkt zugeschlagen. © Timo Janisch
Fußball-Kreisliga

Mehrfach Spitze: Dortmunder Fußballklub zeigt sich kurz vor Jubiläumsjahr von bester Seite

Ein Dortmunder Amateurfußballklub sorgt mit seinen Seniorenmannschaften derzeit für ordentlich Furore. Gleich zwei Seniorenteams grüßen in ihren Ligen von der Spitze - und das kurz vor dem Jubiläumsjahr.

Mit gleich zwei Mannschaften steht ein Dortmunder Amateurfußballklub an der Spitze. Der Verein zeigt bislang starke Leistungen – und das kurz vor seinem Jubiläumsjahr.

Immer wieder VfR Sölde! Der Verein aus dem Dortmunder Südosten zeigt sich kurz vor seinem Jubiläumsjahr 2022 von seiner erfolgreichsten Seite. Nicht nur die erste Mannschaft führt die Bezirksliga 8 an. Auch die zweite Mannschaft, die eher wenige Beobachter auf dem Schirm hatten, grüßt von ganz oben. In der Kreisliga A2 legte das Team von Marcel Möller ein Torverhältnis von 17:4 nach drei Spielen hin, das die VfL-Reserve bei sieben Punkten, darunter ein Remis gegen den vermeintlichen Favoriten SG Gahmen, schnell auf den Schirm der Konkurrenz brachte.

Das Geheimnis des Erfolges ist, dass es für den Trainer gar kein Geheimnis ist: „Wir haben um unsere Routiniers Patrick Johann und Marko Oelerking, die viele ja noch gut kennen, viele begabte Eigengewächse.“ Marcel Möller nennt stellvertretend für weitere Talente, die vor dem Sprung in die Bezirksliga das Zwischenziel A-Liga einlegen, Cornelius von der Osten, Tim Neumann und Hendrik Sturm. Dazu kamen extern Marc Marienfeld und Simon Barenhoff. „Das funktioniert trotz mäßiger Vorbereitung pünktlich seit dem ersten Spieltag richtig gut.“ So gut, dass der VfR 2 Ay Yildiz Derne 7:2 und BV Brambauer 2 8:0 wegfidelte.

Möller aber räumt auch ein, „dass wir ein relativ günstiges Startprogramm hatten. Die Brocken kommen noch.“ Aber auch der mit einigen Problemen kämpfende Gegner am Sonntag KF Sharri dürfte für die Sölder noch um eher leichten Aufgalopp zählen.

Und dieser Mannschaft sei es dann auch zuzutrauen, dass sie soviel Schwung holt, um auch den Hochkaräter der Liga das Leben schwer zu machen. Einen ersten Eindruck davon durfte sich die SG Gahmen machen, wie stark der VfR schon ohne Anlauf ist.

Und dann folgt ein Satz, den der eine oder andere Fußballer schon irgendwann mal gehört haben dürfte. Möller: „Wir denken von Spiel zu Spiel.“ Nach diesem Exkurs ins Phrasenreich kehrt der Coach schnell wieder ins bald feiernde Sölde zurück: „Wo wir am Ende stehen, ist nicht ganz so wichtig, wenn wir während der Jubiläumsfeier auf eine einfach tolle Saison mit ein paar Bier anstoßen können.“

Das klingt dann wieder ganz viel nach Sölde. Und der Trainer fügt hinzu, dass seine Jungs nicht nur trinktechnisch bestens in den Klub integriert sind: „Wir waren nie Bittsteller, die sich alles in Eigenregie besorgen mussten. Ich kenne auch unseren rührigen ersten Vorsitzenden Michael Peschke schon ewig. Nicht nur er sorgt dafür, dass wir gut ausgestattet sind. Und wir haben ja auch eine Funktion als Ausbildungsstätte für Jungs, die nicht auf Anhieb ganz nach oben kommen, sondern erst mal langsam in den Seniorenbereich reinwachsen.“

Und plötzlich wird aus der Phrase ein Programm: Denn der Sölder Nachwuchs macht in der Tat alles richtig, wenn er von Spiel zu Spiel reifer wird.

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Dortmunder Jung! Seit 1995 im Dortmunder Sport als Berichterstatter im Einsatz. Wo Bälle rollen oder fliegen, fühlt er sich wohl und entwickelt ein Mitteilungsbedürfnis. Wichtig ist ihm, dass Menschen diese Sportarten betreiben. Und die sind oft spannender als der Spielverlauf.
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Alexander Nähle

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