Michael Kalwa hat sich bis Sommer 2022 noch viel vorgenommen mit den Dortmunder Löwen/Brackel 61. © Nils Foltynowicz
Fußball-Kreisliga A

Löwen-Trainer bleibt – auch wenn der Nachfolger schon feststeht

Noch im Januar hatte Michael Kalwa als Trainer des A-Ligisten Dortmunder Löwen/Brackel 61 für ein weiteres Jahr verlängert - galt als Anführer auf dem Weg in die Bezirksliga. Jetzt hat sich die Lage geändert.

Michael Kalwa hat bereits seinen Nachfolger im Klub. Die Dortmunder Löwen wurden nämlich auf der Suche nach einem Coach für die Zeit nach dem Sommer 2022 schon jetzt fündig. Vor wenigen Tage konnten sie vermelden, dass Christian Hampel, Noch-Trainer und Sportlicher Leiter beim Westfalenligisten Lüner SV, ab Sommer nächsten Jahres als Trainer die Geschicke der Löwen-Mannschaft lenken soll. Bis dahin wird er im Sportvorstand des Klubs tätig sein.

Allemal eine bemerkenswerte Personalie angesichts der kurz zuvor verlängerten Verbindung mit Michael Kalwa. Doch der aktuelle Löwen-Trainer sieht darin kein Problem, begrüßt vielmehr die offene Kommunikation seines Klubs. „Ich war informiert, das ist so. Von daher bin ich jetzt auch nicht überrascht.“

Er habe für sich, sagt Kalwa, als er bei Brackel 61 angefangen habe, einen Plan für vier, fünf Jahre gemacht. „Bis dahin wollte ich mit der Mannschaft aufgestiegen sein. Auf diesem Weg sind wir, auch wenn Corona gerade manches kaputt macht.

Klar war für mich aber auch, dass, wenn es nach fünf Jahren mit dem Aufstieg nicht funktioniert, auf jeden Fall ein neuer Impuls für die Mannschaft her muss.“

Dass dieser Aufstiegsplan nicht aufgegangen ist, davon kann zwar jetzt noch keine Rede sein. Dennoch hat Brackel 61 bereits reagiert. Für Kalwa aber kein Grund zum Ärger: „Natürlich ist richtig, dass die Einigung mit Christian Hampel jetzt sehr schnell kam. Es war für den Verein aber auch eine sehr gute Gelegenheit. Und das ist in Ordnung für mich. Ich kann da für mich nichts Negatives dran finden. Der Verein musste reagieren, denn so eine Chance, einen Trainer wie Christian Hampel zu bekommen, kommt so schnell nicht wieder.“

Bestelltes Feld übergeben

Und wie gehts jetzt weiter? Im Duett? „Darüber hab ich mit Christian Hampel auch schon gesprochen. Er nimmt sich die Zeit, den Verein richtig kennenzulernen und eventuelle Baustellen auszumachen für die Zeit, wenn er ab Sommer 22 übernimmt. Ich arbeite dafür, dass ich ihm bis dahin ein bestelltes Feld übergeben kann – am besten in Form des Bezirksliga-Aufstiegs.“

Wenn seine Aufgabe bei Brackel 61 im nächsten Jahr beendet sein wird, will Kalwa erstmal richtig durchatmen. „Denn Fakt ist auch“, sagt er, „wenn ich die nächste Saison durchgezogen habe, bin ich über 25 Jahre Trainer. Und wenn man das mal geleistet hat, dann braucht man auch mal wieder etwas frische Luft und Abstand. Auch das war ein Stück meines Fünf-Jahres-Plans als ich bei Brackel 61 angefangen habe.“

Und sollte ihm doch noch nicht nach einer Fußballpause sein, wird er sicher nicht mit leeren Händen dastehen. „Angebote waren immer da“, sagt Kalwa. „Aber da denke ich jetzt nicht drüber nach. Jetzt geht es nur um die Löwen und wenn irgendmöglich um den Aufstieg im nächsten Jahr.“

Über den Autor
Sportredaktion Dortmund
61er-Jahrgang aus Bochum, seit über 35 Jahren im Journalismus zu Hause - dem Sport und dem blau-weißen VfL schon ewig von Herzen verbunden - als Sportredakteur aber ein Spätberufener.
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Gerhard Vogelsang

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