Oberliga-Rekordtorschütze Stefan Oerterer - hier im Duell mit Nick Neumann - verlässt den TuS Haltern am See im Sommer nach fünf Jahren. © Wilfried Hiegemann (Archiv)
Fußball: Oberliga

Kultspieler Oerterer verlässt Haltern – der Rekordtorschütze wechselt die Liga

Nach fünf Jahren verlässt Stefan Oerterer den TuS Haltern im Sommer. Doch er wird nicht nur den Verein verlassen, sondern auch die Oberliga Westfalen - zumindest wahrscheinlich.

Nach Jan-Niklas Kaiser, Tim Forsmann und Luca Bernoth verlässt mit Stefan Oerterer im Sommer ein weiterer Spieler, der in der Regionalliga-Saison dabei war, den TuS Haltern am See. Der 32-Jährige geht nach fünf Spielzeiten. Sein neuer Verein steht schon fest.

Im Sommer 2016 kam der Stürmer, der sich jahrelang in der Oberliga Westfalen mit dem ASC 09 Dortmund, Schermbeck und Co. duellierte, nach Haltern. Davor hatte er sieben Jahre für die Spielvereinigung Erkenschwick gespielt, wo ihm erst in der Westfalenliga und dann auch in der Oberliga der Durchbruch gelang.

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Stefan Oerterer verlässt den TuS Haltern am See

In wenigen Monaten kehrt Oerterer nach Erkenschwick zurück, wo er unter anderem auch auf seinen ehemaligen Mitspieler Christoph Kasak trifft. In der kommenden Spielzeit wird der Stürmer, viermaliger Oberliga-Torschützenkönig und Publikumsliebling, wieder für seinen „Herzensklub“ spielen, den er vor knapp fünf Jahren tränenreich verlassen hatte.

Erkenschwicks Michael Bröhl: „Ohne Ö fehlte was“

Entsprechend groß ist die Vorfreude bei allen Beteiligten im Klub. Sogar ein professionelles Video-Shooting hat der Traditionsverein für die Rückkehr seines „verlorenen Sohnes“ organisiert. Es sei schließlich nicht irgendein Spieler, der da „nach Hause“ kommt, sagt Erkenschwicks Marketing-Chef Tobias Rawers.

Natürlich bekommt „Ö“ auch wie damals die Rückennummer 14. Die hatte zuletzt Leon Stöhr getragen. Dessen Vertrag wurde nicht verlängert. Auch der zweite Vorsitzende Michael Bröhl, der sich wie kein Zweiter im Verein um die Rückholaktion bemüht hatte, ist überglücklich, wenn er sagt: „Ohne Ö fehlte was!“

Beim TuS Haltern am See wird es im zweiten Sommer hintereinander einige personelle Veränderungen geben. Zehn Jugendspieler sollen zu den Senioren hochgezogen werden, mit Cedric Drobe und Peter Elbers hat der TuS zudem schon zwei erfahrene Spieler für die kommende Saison verpflichtet. Dennoch setzt der Verein vor allem auf junge Spieler.

In die Kategorie „Jungspund“ fällt Stefan Oerterer ganz sicher nicht mehr. Zum alten Eisen zählt sich der Halterner Kapitän, der bald 33 wird, aber noch lange nicht. „Und wenn es irgendwie weitergehen sollte mit der unterbrochenen Saison, dann wäre es doch super, wenn der TuS den Klassenerhalt schafft und die Spvgg. den Aufstieg“, sagt er.

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Pascal Albert

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