Handball-Bundesliga

Krimi in Neckarsulm: Borussia Dortmund macht es bis in die letzten Minuten spannend

Borussia Dortmunds Auswärtswoche ging weiter mit einem Bundesliga-Krimi bei der Nackarsulmer Sport-Union. Der BVB präsentierte sich nicht glanzvoll, zeigte aber eine Leistungssteigerung.
Präsentierte sich in guter Form in Neckarsulm: Borussia Dortmunds Inger Smits (l.). © BV. Borussia 09 e.V. Dortmund

Die Spiele werden intensiver, die Gegner nicht leichter und die Reisestrapazen höher. Das wird bei den Handballerinnen von Borussia Dortmund deutlich. Gegen die Nackarsulmer Sport-Union gab es am Mittwochabend einen knappen 31:29-Sieg. „Wir haben es nicht geschafft den Fokus auf dieses Spiel zu legen in Halbzeit eins, haben uns zurückgekämpft und einen dreckigen Sieg geholt“, resümierte BVB-Coach André Fuhr nach dem Spiel bei „Sportdeutschland.TV“, wies aber auch auf die Reisestrapazen seines Teams hin.

Denn es schien in der Tat so, als wäre eine gewisse Grundmüdigkeit bei den Spielerinnen von Borussia Dortmund nach dem Spiel in Montenegro in der Champions League erkennbar, da der BVB es fast bis zum Schluss spannend machte. Erst drei Minuten vor Ende konnte sich der BVB um drei Tore absetzen (30:27/57.). Danach sah es in der Anfangsphase der Partie nicht aus. Neckarsulm arbeitete sich Räume heraus, präsentierte sich offensiv deutlich mutiger als die Borussia.

Hinzu kam im BVB-Vorwärtsgang auch Aluminiumpech sowie eine stark parierende Torfrau in Neckarsulms Sarah Wachter. Es war nicht die erste Halbzeit von Schwarz-Gelb, weshalb Neckarsulm verdient über weite Strecken des ersten Abschnitts mit mindestens zwei Treffern führte. Ungewöhnlich: die Chancenverwertung des BVB. Präsentieren sich die Dortmunderinnen sonst eiskalt in der Offensive und nutzen fast jeden Fehler des Gegners aus, ergab sich am Mittwochabend in Neckarsulm ein anderes Bild.

Sarah Wachter macht dem BVB das Leben schwer

André Fuhr ärgerte sich immer wieder an der Seitenlinie über vergebene Möglichkeiten. Etwas, was sich beinah das ganze Spiel durchzog. Erst in der Schlussphase von Hälfte eins kam der BVB besser ins Spiel, schaffte es aber nicht, die Schwächen in der Defensive komplett abzustellen. Es machte bisweilen den Anschein, als hätte Neckarsulm mehr Biss, so erspielte sich die Mannschaft eine verdiente 17:16-Halbzeitführung. Ganz stark bis dahin: Neckarsulms Keeperin Sarah Wachter, die bis zur Halbzeit neun Versuche des BVB parierte.

Im Durchgang Nummer zwei arbeitete sich Borussia Dortmund zurück, ging in Minute 42 erstmals in Führung (23:22) und präsentierte genau das, was in Hälfte eins nicht funktionierte: Schnelles Umschaltspiel, Durchsetzungsvermögen in den Offensivaktionen und einen verbesserten Defensivblock. Und diese Partie macht vor allem eines deutlich: Der BVB kann den Knopf umschalten, auch in engen Spielen die Ruhe bewahren trotz einer nicht glanzvollen Leistung. Etwas, was die Verantwortlichen beruhigt zur Kenntnis nehmen werden, denn der BVB bleibt weiterhin ungeschlagen und ohne Verlustpunkte auf Tabellenplatz zwei – mit besten Chancen auf die Deutsche Meisterschaft.

Nun geht es vor allem darum, die Frische wieder reinzubekommen. Kein leichtes Unterfangen, bis der Flieger am Samstag nach Russland abhebt.

BVB: Roch, Duijndam, Ten Holte – Grijseels (2), Monti Danielsson, Van Zijl (1), Smits (6), Abdulla (7), Stockschläder, Gutierrez Bermejo (7), Freriks (1), Dulfer (3), Van der Heijden (3), Vollebregt, Rode, Bleckmann (1)

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