Der VfR Sölde hat erneut auf dem Transfermarkt zugeschlagen. © Timo Janisch
Fußball

„Koko“ macht dem VfR Sölde richtig Spaß – obwohl er übergewichtig ist

Zehn Punkte für zehn Kilo? Das ist die Rechnung, die ein Sölder Offensivspieler derzeit aufstellt. Trotz Übergewicht ist ihm und seinem Team ein gelungener Saisonstart geglückt.

Ein Sölder Spieler trifft. Und pumpt. Zehn Kilo zu viel auf den Rippen also sind keine Hürde, um wichtige Tore zu erzielen. Zehn Punkte dürfen es nach vier Spielen gerne sein, sagt der alles andere als unbewegliche Offensivmann.

Marvin Koschinski (26) heißt der Prachtkerl, an dem der frischgebackene Bezirksliga-Spitzenreiter VfR Sölde so viel Freude hat. „Klar, er ist momentan wegen Corona noch etwas übergewichtig, aber da ist auch ganz viel Muskelmasse“, erklärt Trainer Marco Nagel. „Er ist Dachdecker, ein Naturbursche, der seinen Körper auch richtig einzusetzen weiß.“

Marvin Koschinski spielt beim VfR Sölde. © Stephan Schuetze © Stephan Schuetze

Also setzt der Coach auf seinen „Koko“. Nach 80 Minuten war im ersten Spiel beim 2:1 in Holzwickede Schluss, jetzt beim 3:0 gegen den VfL Schwerte „signalisierte er mir, er könne nicht mehr und wolle runter“, wie Nagel erzählt. „Aber die Wechsel hat er sich verdient. Immerhin hat Koko auch zwei wichtige Tore erzielt. Er hat einfach einen linken Huf.“

Der Gelobte selbst geht offensiv mit seinem Gewicht um. Kann er ja auch, wenn er im Beruf und im Sport so erfolgreich ist. „Ich war nie der Schlankste, Corona hat aber jetzt für ein deutlicheres Übergewicht gesorgt. Und ich darf Marco da korrigieren: Das ist, ehrlich gesagt nicht nur Muskelmasse.“

Bewegung ist oft der beste Weg zum Idealgewicht. Soweit denkt Koschinski, der in Holzwickede im Familienbetrieb den Leuten aufs Dach steigt, nicht: „Ich möchte jetzt Schritt für Schritt die Kilos runterkriegen. Ein paar habe ich schon weg.“

Das kommt gut an in Sölde, zumal Nagel wegen vieler Ausfälle noch improvisieren muss. Aber genauso wenig wie Gewicht vor Toren schützt, schützt Personalknappheit vor Siegen nicht. „Wenn wir drei Punkte jetzt gegen Brambauer holen, fahren wir mit breiter Brust zum Topspiel in Königsborn. Dann reicht uns ein Punkt, um einen Superstart zu haben“, sagt Koschinski. Dann sind zehn Punkte da und zehn Kilo weg.

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Dortmunder Jung! Seit 1995 im Dortmunder Sport als Berichterstatter im Einsatz. Wo Bälle rollen oder fliegen, fühlt er sich wohl und entwickelt ein Mitteilungsbedürfnis. Wichtig ist ihm, dass Menschen diese Sportarten betreiben. Und die sind oft spannender als der Spielverlauf.
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Alexander Nähle

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