Der Kirchhörder SC setzte sich beim Kronen-Kreidekarre-Cup gegen Kaiserau durch, schied aber trotzdem aus - weil ein Tor fehlte. © Schaper
Kronen-Kreidekarre-Cup

Kemminghausen – Wickede nach 30 Sekunden unterbrochen – Kirchhörde gewinnt und scheidet aus

Westfalia Wickede gewann gegen den VfL Kemminghausen, Trainer Marko Schott blies trotzdem Trübsal. Bitter war der Sonntag auch für den Kirchhörder SC. Der setzte sich zwar durch, schied aber aus.

Hoch interessante Partien bot der Sonntag beim Kronen-Kreidekarre-Cup in Brackel. Im ersten Spiel traf der hochambitionierte Bezirksligist VfL Kemminghausen auf den Westfalenligisten Westfalia Wickede. Danach bot das Duell der Landesligisten SuS Kaiserau und Kirchhörder SC den Zuschauern hochwertigen und spannenden Amateurfußball. Denn Kirchhörde fehlte am Ende ein Tor, um das Ausscheiden zu verhindern.

VfL Kemminghausen – Westfalia Wickede 1:3 (0:1)

Westfalenligist Westfalia Wickede sicherte sich durch einen glücklichen 3:1-Erfolg über den VfL Kemminghausen den Gruppensieg in der Gruppe C. Die Westfalia trifft im Viertelfinale am Donnerstag um 18.50 Uhr auf TuS Körne. Der unterlegene VfL bestreitet sein Viertelfinale bereits am Mittwoch um 20. Uhr. Gegner wird der Gastgeber SV Brackel 06 sein.

Da beide Mannschaften (Wickede in grauen Trikots, Kemminghausen in weißen Trikots) für den Unparteiischen kaum zu unterscheiden waren, wurde die Partie exakt nach dreißig Sekunden unterbrochen. Erst als der VfL sich seine grünen Trainingsleibchen übergestreift hatte, ging es weiter.

Mit einem strammen Flachschuss brachte Marlon Mönig die favorisierte Westfalia mit 1:0 in Führung (5.). In einer hektischen Partie mit etlichen Fouls auf beiden Seiten drängte Kemminghausen auf den Ausgleich. Julian Ebel scheiterte dabei aus kurzer Entfernung an der Querlatte (51.). Acht Minuten später sprang Lukas Homann das Spielgerät im Strafraum unglücklich an die Hand. Aber Seyit Ersoy setzte den verhängten Elfmeter weit am Tor vorbei (59.).

Ein schneller Konter der Wickeder wurde durch David Antunes Gouveia zum 2:0 abgeschlossen (62.). Aber Kemminghausen bäumte sich noch einmal auf und erzielte durch einen verwandelten Foulelfmeter von Yunus Emre Albayrak den Anschlusstreffer zum 2:1 (74.). Verursacher des Elfmeters war auf Wickeder Seite erneut Lukas Homann.

Kurz vor dem Ende verwandelte dann David Antunes Gouveia einen Strafstoß für die Westfalia zum 3:1 –Endstand. „Es ist noch reichlich Sand bei uns im Getriebe. Irgendwie liegt für uns ein Fluch auf dem Turnier. Wir haben nach zwei Partien bereits sieben Verletzte in unseren Reihen. Positiv hervorzuheben ist die Tatsache, dass wir beide Begegnungen gewonnen haben“, sagte Wickedes Trainer Marko Schott.

SuS Kaiserau – Kirchhörder SC 0:2 (0:2)

Trotz eines 2:0-Erfolges über den Ligarivalen SuS Kaiserau verpasste der Kirchhörder SC den Einzug in das Viertelfinale beim Brackeler Kronen-Kreidekarre-Cup. Lediglich ein Tor fehlte dem KSC am Ende zum Weiterkommen.

Der A-Ligist SF Brackel 61 qualifizierte sich als Sieger der Gruppe D für das Viertelfinale und trifft am Donnerstag um 20 Uhr auf Viktoria Kirchderne. Der SuS Kaiserau als Zweiter bestreitet sein Viertelfinale gegen den BSV Schüren bereits am Mittwoch um 17.50 Uhr.

Der Kirchhörder SC drückte in der ersten Halbzeit mächtig auf die Tube und lag zur Pause durch einen Doppelpack von Christian Wazian mit 2:0-in Führung. Zunächst profitierte Wazian von einem Patzer durch Kaiseraus Torhüter Lukas Beßmann, der am eigenen Strafraum den Ball gegen den Kirchhörder Stürmer vertändelte (19.). In der 33. Minute schloss Wazian eine schnelle Kombination der Südlichen zum 2:0 ab. Nach dem Seitenwechsel hatte der SuS Kaiserau zunächst die Chance auf den Anschlusstreffer. Aber KSC-Torhüter Till Stefan Wrase verhinderte mit einem tollen Reflex nach einem Kopfball von Michael Seifert das mögliche 2:1.

Kurz vor dem Ende hatten dann die Kirchhörder den Torschrei schon auf den Lippen. Aber Kaiseraus Tom Schulz kratzte im letzten Moment den Schuss von Alexander Bernhard von der Linie und verhinderte damit das Ausscheiden seines Teams. „Wir haben das Ausscheiden nicht heute verbockt. Es war eine klare Steigerung gegenüber unserer 0:3-Niederlage gegen Brackel 61 zu erkennen. Unsere vielen jungen Spieler brauchen nach der langen Pause vor allem Training“, sagte Kirchhördes Trainer Sascha Rammel.

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Baujahr 1965, gebürtiger Dortmunder, der sich seit fast zwanzig Jahren auf den Sportplätzen tummelt und den Dortmunder Amateurfußball mit all seinen Facetten kennt.
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Frank Büth

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