Ein harmonierendes Trainerduo: Christoph Pajdzik (li.) und Lothar Huber haben mit dem VfB Westhofen noch einiges geplant. © Bernd Paulitschke
Fußball

Kampfansage nach Dortmund: VfB Westhofen träumt 2021 vom Aufstieg – trotz Corona

Westhofens Trainer-Duo um Lothar Huber und Christoph Pajdzik hat seine Zusage für die Saison 2021/22 gegeben. Einer von beiden hegt sogar noch Resthoffnung auf den Aufstieg in dieser Saison.

In der vergangenen Woche verkündete Jürgen Rump, Präsident des VfB Westhofen, nicht ohne Stolz, dass die Trainer der A-Liga-Mannschaft mit Ex-BVB-Spieler Lothar Huber und Christoph Pajdzik auch in der kommenden Saison weitermachen. Wenig verwunderlich: Denn bis zur Saisonunterbrechung spielte Westhofen hervorragend mit.

Christoph Pajdzik, der schon seit 2018 Westhofener Trainer ist, spricht im Interview über die Zusammenarbeit mit seinem 33 Jahre älteren Kollegen und die Möglichkeit, vielleicht sogar schon am Ende der laufenden Saison ganz oben zu stehen.

Bei der Vertragsverlängerung hat Präsident Jürgen Rump Lothar Huber und dich „siamesische Zwillinge“ genannt. Wie kommt er zu diesem Spitznamen?

(lacht) Ich habe es da auch zum ersten Mal gelesen. Aber das liegt wohl daran, dass Lothar und ich uns super ergänzen. Es passt hervorragend. Wir reden viel miteinander und haben eigentlich immer die gleiche Meinung. Und wenn mal nicht, finden wir eben die passende Lösung. Auch ich persönlich bin sehr froh, mit ihm zusammenarbeiten zu dürfen. Was ich da alles mitnehmen kann! Von seiner Erfahrung und Menschenführung habe ich schon jetzt ganz viel gelernt.

Es liegen 33 Jahre zwischen euch beiden – gibt es Momente, in denen sich das bemerkbar macht?

Ehrlich gesagt hatte ich an genau solche Momente gedacht, bevor wir im Sommer angefangen haben. Aber das ist überhaupt nicht so. Es gab noch nie große Meinungsverschiedenheiten. Das liegt daran, dass Lothar einfach jung geblieben ist. Als Trainer ist er sehr modern und zeitgemäß.

Warum habt ihr schon so früh für die kommende Saison verlängert?

Intern haben wir nun mal schon das Ziel, ganz oben anzugreifen. Und mit der Saisonunterbrechung ist es aktuell ungewiss, ob wir in dieser Saison noch die Chance dazu kriegen. Wir hoffen für 2021/22 auf eine normale und ganze Saison und wollen die Jungs weiterentwickeln. Sportlich waren wir in den fünf absolvierten Spielen ja auf einem richtig guten Weg. Aber dann kamen die Saisonunterbrechung und der Lockdown. Wir brauchen noch Zeit, um unsere Ziele zu verwirklichen.

Christoph Pajdzik bei der Arbeit: „Intern haben wir nun mal schon das Ziel, ganz oben anzugreifen.“ © Manuela Schwerte © Manuela Schwerte

Wie läuft die Kommunikation bei euch im Trainerduo aktuell?

Lothar und ich stehen stets in Kontakt, telefonieren oft und richten unseren Fokus dabei besonders auf die zukünftige Personalplanung. Unseren Jungs haben wir mit auf den Weg gegeben, dass sie sich individuell fithalten sollen. Das zu kontrollieren – etwa mit Tracking-Apps oder Videoeinheiten – macht für die Kreisliga A aber keinen Sinn.

Du hast angekündigt, deinen Trainerschein zu machen. Was hast du für Pläne?

Das wollte ich eigentlich schon in den vergangenen Jahren machen. Berufsbedingt war es aber immer etwas schwierig. Jetzt habe ich meine beruflichen Weiterbildungen abgeschlossen und endlich die Zeit dafür. Ich hoffe, dass ich 2021 in einen Kurs für die B-Lizenz komme. Mein Ziel ist es, zeitnah ein paar Trainerscheine zu haben, um eines Tages mal höher und erfolgreicher coachen zu können.

Und was bedeutet das für deine Rolle im nächsten Jahr?

Die Rolle wird sich nicht großartig ändern. Der Trainerschein wird nicht so viel Zeit in Anspruch nehmen, dass ich lange weg sein werde. Und wenn ich mal eine Woche nicht da bin, wird das kein Problem sein. Dann ist ja noch Lothar da.

Wie soll mit der unterbrochenen Saison verfahren werden?

Vor dem Lockdown hat es bei uns im Training und bei den Spielen Mega-Bock gemacht. Ich gehe nicht davon aus, dass die Rückrunde noch gespielt wird. Realistisch ist da eher die Hinrunde, die als Abschlusstabelle gewertet wird. Und dann wird es für uns gar nicht so schlecht aussehen. Wir durften bislang erst fünfmal ran, haben aber 13 Punkte geholt. Es soll erstmal einen Gegner geben, der uns schlägt. Ich halte es nicht für unmöglich, dass wir eine Hinrunde lang kein einziges Spiel verlieren. Und dann wäre es sogar schon 2021 möglich, dass wir aufsteigen.

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