Dimitrios Kalpakidis kehrte mit dem SV Sodingen am Freitag zu seinem Ex-Klub zurück. © Nils Foltynowicz
Fußball-Westfalenliga

Kalpakidis-Team hat Corona-Fall: Wird er selbst gegen Bövinghausen auflaufen?

Wenn am Freitagabend der TuS Bövinghausen den SV Sodingen empfängt, ist es für den Gästetrainer eine Rückkehr zum Ex-Verein. Theoretisch könnte er dabei selbst auf dem Rasen auflaufen.

Der kommende Spieltag im Dortmunder Amateurfußball wird am Freitagabend mit dem Westfalenligaduell zwischen Ligaprimus TuS Bövinghausen und dem Tabellensiebten SV Sodingen eröffnet (Im Livestream auf RN.de/dosport). Für den Sodinger Trainer ist es eine Rückkehr an alte Wirkungsstätte, an der er unter Umständen auch selbst zum Einsatz kommen könnte.

Dimitros Kalpakidis könnte gegen seinen Ex-Klub selbst auflaufen

Dimitrios Kalpakidis hat sich vor einigen Wochen eine Spielerlaubnis besorgt und könnte somit selbst für seinen neuen Verein SV Sodingen auflaufen. Auch am Freitag beim TuS Bövinghausen, den er im Spätsommer 2020 trotz 15 Siegen aus 15 Meisterschaftsspielen verlassen musste. Im letztwöchigen Testspiel bei Türkspor Dortmund stand Kalpakidis auf dem Rasen, konnte die 1:2-Niederlage aber nicht verhindern.

Er sei „einigermaßen gesund“, das Problem sei nur, dass er sich auf seinen Job als Trainer konzentrieren wolle. Ausgeschlossen sind weitere Einsätze von ihm dennoch nicht. „In einer Notsituation würde ich mich selber einwechseln“, verrät er, „aber ich hoffe, das passiert nicht“. Auf einen seiner wichtigsten Schützlinge kann er am Freitag aber auch nicht bauen.

Kapitän Dennis Konarski wurde positiv auf Corona getestet und befindet sich in häuslicher Isolation. „Wir haben alle einen Test gemacht und sind negativ“, erklärt Kalpakidis. Der Rest des Kaders ist also an Bord, wenn ihr Trainer zu seinem Ex-Verein zurückkehrt.

Dimitrios Kalpakidis sieht Druck bei TuS Bövinghausen

Zwischen Ende 2019 und eben Sommer 2020 coachte Kalpakidis den Klub an der Provinzialstraße und führte ihn in die Westfalenliga. „Ich hatte eine schöne Zeit, eine sehr erfolgreiche Zeit“, sagt der 42-Jährige, „über das Ende kann man sich streiten“. Möchte Kalpakidis aber gar nicht. „Als Vorstand hat man manchmal andere Vorstellungen“, stellt er klar, „das muss man hinnehmen, alles gut“. Zumal er beim SV Sodingen jetzt eine neue Aufgabe gefunden habe, die ihm Spaß mache.

Beim SVS spüre er eine „gute Rückendeckung, hier mischen sich Leute nicht ins Sportliche ein“. Das ist ganz seine Sache, am 13. Westfalenligaspieltag will er auch mit Sodingen weiter ungeschlagen bleiben. Aus bisher fünf (Pflicht)-Spielen unter seiner Leitung gab es vier Siege und ein Unentschieden. „Wir haben einen positiven Trend und gehen mit Selbstvertrauen in die Partie“, bestätigt der Coach.

Ein Spiel gegen den Tabellenführer sei für seine Mannschaft zudem „der nächste Schritt, den der SV Sodingen machen muss“. Einige der Spieler hätten den Wunsch und Anspruch, noch höher zu spielen, sodass das Team nun die Chance habe, zu „zeigen, wie weit wir sind“. Der Druck vor dem Spiel liege eher aufseiten des TuS, glaubt Kalpakidis. Sollte er drei Punkte aus Dortmund entführen, wisse er, dass es beim Gastgeber „in der Kabine lauter“ werde. Aber „wenn wir keine Punkte holen, ist das nicht so schlimm“.

Dimitrios Kalpakidis freut sich auf das Wiedersehen mit dem TuS Bövinghausen

Trotzdem wolle man, gerade aufgrund der Serie von ungeschlagenen Spielen, auch aus Bövinghausen etwas mitnehmen, nicht nur für das eigene Punktekonto: „Wir können vielleicht die Liga etwas spannender machen“, hofft Kalpakidis, merkt jedoch an, dass dafür „viele Sachen zusammenkommen“ müssten. Mindestens ein Punkt wäre für Kalpakidis („Ich freue mich auf das Wiedersehen“) aber „das Schönste“. Seine Ungeschlagen-Serie sei „nicht selbstverständlich“, aber selbstverständlich will er sie fortsetzen.

Dafür, weiß Kalpakidis, darf der TuS Bövinghausen auch „keinen Sahnetag erwischen“. Dass es hitzig und von TuS-Seite im Eifer des Gefechts „ein bisschen provokant“ werden könnte, sei ihm auch bewusst. Da „müssen die Jungs cool bleiben und dürfen sich nicht leiten lassen“, mahnt der Trainer seine Spieler.

Und egal wie das Team von Sebastian Tyrala auftreten wird, wolle man sich als SVS wehren und für mindestens einen Punkt kämpfen. „Die können danach alle Spiele gewinnen, aber nicht gegen uns“, merkt Kalpakidis mit einem Augenzwinkern in Richtung von Bövinghausen an. Um „das Schönste“ – mindestens einen Punkt – wahrwerden zu lassen, würde er zur Not selbst auf den Platz gehen.

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