Alexander Gocke war zuletzt bei Westfalia Wickede als Trainer aktiv. © Stephan Schuetze
Fußball

Herr Gocke, warum hat Sie noch kein Verein verpflichtet?

Alexander Gocke war bis vor etwas weniger als einem Jahr bei Westfalia Wickede als Trainer im Amt. Seitdem ist es ruhig um ihn geworden. Doch warum hat er bislang keinen neuen Verein?

Was macht aktuell eigentlich Alexander Gocke? Der 42-jährige B-Lizenzinhaber, der im Februar 2020 nach der 1:4-Niederlage beim FC Iserlohn als Trainer des Westfalenligisten Westfalia Wickede zurücktrat, ist seit mittlerweile mehr als zehn Monaten ohne ein Engagement als Übungsleiter. #

Eigentlich verwunderlich, zumal Alexander Gocke gleich bei seiner ersten Trainerstation 2013 mit dem Hombrucher SV den damals völlig unerwarteten Aufstieg von der Landesliga in die Westfalenliga schaffte. Anschließend arbeitete er 21 Monate beim FC Brünninghausen.

In Wickede als Spieler und als Trainer aktiv

Dort wurde er sieben Spiele vor Saisonende entlassen, obwohl er mit dem FCB den dritten Tabellenplatz der Westfalenliga belegte. Seine dritte Station als Trainer führte ihn in den Dortmunder Osten: Zunächst ein Jahr gemeinsam mit Thomas Gerner, der danach zurücktrat. Im Anschluss trug er die Verantwortung bei Westfalia Wickede für 18 Monate alleine.

Für Gocke war die Zeit in Wickede eine Rückkehr an alter Wirkungsstätte. Denn auch als Spieler war er lange Jahre bei der Westfalia aktiv. Während seiner aktiven Zeit setzte der kreative Offensivspieler auch noch Akzente beim ASC 09 Dortmund und bei DJK TuS Körne. Wir sprachen mit ihm über seine Ambitionen und seine Ziele in naher Zukunft.

Herr Gocke, hatten Sie in letzter Zeit Kontakte mit Vereinen, die Sie verpflichten wollten?

Ja, ich hatte Gespräche mit einigen Vereinen, aber am Ende hat es leider nicht so ganz gepasst.

Warum hat Sie nach über zehn Monaten Pause noch kein Verein verpflichtet?

Kurz nach meinem Rücktritt in Wickede begann die erste Corona-Pause. Bedingt durch den folgenden Abbruch der Saison waren danach viele Trainerposten bereits besetzt. Die Angebote die ich anschließend erhalten habe, waren einfach nicht interessant genug.

Wie sollte Ihr möglicher neuer Verein aussehen?

Es sollte ein ambitionierter Verein mit Visionen sein. Eine längerfristige Planung innerhalb des Verein ist für mich eine der elementaren Grundvoraussetzungen.

In welcher Liga sollte der Verein spielen?

Natürlich habe ich einen gewissen fußballerischen Anspruch an die Spieler und den Verein. Aber auch die Komponente Spaß ist für mich sehr wichtig. Da eine kurzfristige Planung der Vereine immer einen gewissen Druck für alle Beteiligten bedeutet, geht häufig leider dadurch der Spaß am Fußball flöten. Ich sehe mich als einen akribisch arbeitenden Trainer, der in einem Verein zusammen mit den Spielern viel bewegen will.

Kommen für Sie als Trainer auch Engagements außerhalb von Dortmund infrage?

Diese Überlegungen lasse ich durchaus zu. Ich habe auch schon Gespräche mit auswärtigen Vereinen geführt – die allerdings nicht vom Erfolg gekrönt waren.

Vermissen Sie nach Ihrer mehr als zehnmonatigen Auszeit den Fußball?

Ich brauche den Amateurfußball nicht für mein Leben. Ich bin momentan anderweitig gut beschäftigt und sehr zufrieden. Bei mir kommt keine Langeweile auf. Vor allem meine Frau und mein Kind sorgen für die nötige Abwechslung und freuen sich über die Zeit, die ich mit Ihnen gemeinsam verbringe. Ich finde durchaus Gefallen an meiner momentanen Situation.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Baujahr 1965, gebürtiger Dortmunder, der sich seit fast zwanzig Jahren auf den Sportplätzen tummelt und den Dortmunder Amateurfußball mit all seinen Facetten kennt.
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Frank Büth

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