Ein Dortmunder Trainer schaute am Samstag bei der Bundesliga-Partie zwischen dem BVB und VfB Stuttgart ganz genau hin. © Nils Foltynowicz
Fußball-Bezirksliga

FC Roj startet Großangriff und holt drei Neue – darunter ist ein Oberliga-Spieler

Dass der FC Roj in dieser Saison Ambitionen hat, das ist ja schon seit Beginn der Spielzeit klar. Der Klub will in die Landesliga aufsteigen - und hat dafür nun noch einmal ordentlich aufgerüstet.

„Wir müssen in die Landesliga“, sagt Nagdet Magid. Deutlicher als der Sportliche Leiter des FC Roj kann man ein Ziel wohl kaum formulieren. Der FC Roj will in der Bezirksliga 9 wieder angreifen, sofern der Spielbetrieb wegen der Corona-Pandemie wieder gestattet ist. Drei Neuzugänge sollen beim ambitionierten Ziel des FCR mithelfen. Einer kommt dabei sogar aus der Oberliga, ein weiterer hat schon Westfalenliga-Erfahrung gesammelt.

Der FC Roj hat kurz vor dem Transferschluss noch einmal ein dickes Ausrufezeichen gesetzt. Der Tabellenzweite der derzeit unterbrochenen Bezirksliga-9-Saison hat seinen Kader um gleich drei weitere Spieler verstärkt. Mit dem Trio soll es – wenn wieder gespielt werden kann – in Richtung Landesliga gehen. Aber um wen handelt es sich?

Starten wir mit einem Außenbahnspieler. Rody Daruesh wechselt von Bezirksligist CF Kurdistan zum FC Roj. Daruesh ist 25 Jahre alt und kann auf beiden Seiten sowohl vorne als auch hinten spielen. „Er kennt den Trainer (Jan Ramadan, Anm. d. Red.) persönlich und wohnt in Dortmund. Er wollte gerne wechseln, weil er nicht mehr nach Bochum fahren wollte. Wir freuen uns auf ihn“, sagt Magid.

Der nächste Neuzugang ist Offensivspieler und hat sogar schon einmal Westfalenliga-Luft geschnuppert. Dabei handelt es sich um den gerade einmal 20-jährigen Stürmer Hakan Cevirme. Der junge Kicker kommt vom Landesligisten Hombrucher SV, hat bei Westfalia Wickede aber auch schon mal Westfalenliga-Minuten gesammelt. „Er ist ein Mittelstürmer und auch Dortmunder Junge. Er hat die Entwicklung bei Roj gesehen und wollte Teil der Mannschaft sein“, erzählt Nagdet Magid.

Außenbahn und Sturm sind also versorgt. Als dritten Mann hat der Klub noch eine Etage weiter oben angeklopft – in der Oberliga und von dort einen Innenverteidiger geholt. Adjany Ibeme kehrt zurück. Der baumlange Innenverteidiger 1,94 Meter kommt von Wattenscheid 09 und wechselt zurück zum FC Roj. Vom FC Roj zog es ihn 2018 zum Lüner SV, ehe es ein Jahr später zum FC Iserlohn ging. Abermals ein Jahr später wechselte der 24-Jährige aus der Westfalenliga zum Oberligisten Wattenscheid 09.

„Er hat natürlich auch gemerkt, dass sich hier etwas tut. Er ist ja mit Marcel Ramsey (Spieler FC Roj, Anm. d. Red.) gut befreundet. Er hatte auch keine große Lust mehr, die lange Strecke zu fahren. Wir haben uns deswegen kurz hingesetzt und haben alles klargemacht“, betont Nagi und blickt noch einmal auf die Zielsetzung des Vereins.

„Wir wollen und müssen in die Landesliga. Wir haben ein Ziel vor Augen und streben danach“, sagt Nagi. Und wen sieht der Sportliche Leiter als härtesten Konkurrenten? Tabellenführer FC Nordkirchen oder den Drittplatzierten Mengede 08/20, der ein Spiel weniger als Roj absolviert hat? „Weder noch. Der stärkste Gegner mit Abstand war bisher die Spielvereinigung Blau-Gelb Schwerin“, sagt Magid.

Gegen Schwerin hat Roj mit 4:2 gewonnen. Nordkirchen und Mengede warten nach dem Re-Start noch auf den ambitionierten Tabellenzweiten.

Über den Autor
Sportredaktion Dortmund
Ist bereits seit Kindesbeinen an von Ballsportarten – insbesondere Fußball – fasziniert. Stets neugierig auf der Suche nach Geschichten, auch abseits des Ballsports. Die Liebe zum Journalismus entdeckte er über sein großes Hobby: Fotografie. Gebürtig aus Selm, mittlerweile in Lünen wohnhaft.
Zur Autorenseite
Patrick Schröer

Der neue Lokalsport-Newsletter für Dorsten

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Dorstener Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.