Auf der 10er-Position spielte beim FC Castrop-Rauxel in der Vergangenheit Onur Cakir (l.). Durch den Transfer hat das Team vom Fuchsweg einen weiteren starken Spielmacher im Kader. © Volker Engel
Fußball

FC Castrop-Rauxel: Kader ist sehr flexibel, wenn Spielmacher Scherff ausfällt

Er ist zweifellos der Königstransfer des Bezirksligisten FC Castrop-Rauxel. Diese Frage stellt sich trotzdem: Gibt es für Markus Scherff einen Konkurrenten im Kader auf seiner Position? Oder einen Ersatz im Ernstfall?

Vom Westfalenligisten Westfalia Wickede stößt der torgefährliche 35-jährige Mittelfeldspieler Markus Scherff zur neuen Saison zum Bezirksligisten FC Castrop-Rauxel. Der Spruch: „Alter schützt vor Klasse nicht“ ist unbedingt auf ihn anzuwenden, wenn man dem neuen FC-Trainer Michael Wurst Glauben schenken darf.

Scherff kann den Unterschied ausmachen

Markus Scherff soll der Spieler sein, der beim FC Castrop-Rauxel den Unterschied macht. Wenn er fit ist, dürfte ihm kaum einer im Kader den Startelf-Platz im Mittelfeld wirklich streitig machen können – es gibt allerdings durchaus adäquate Ergänzungen zum neuen Spielmacher.

Der aktuelle Kapitän, Marc Flaczek, sagt: „Auf der Zehner-Position hat bei uns meistens Onur Cakir gespielt. Er hat seine Sache auch immer sehr ordentlich gemacht.“ Flaczek hat aber noch weitere Kandidaten im Sinn für das zentrale Mittelfeld. Er sagt: „Wir haben viele Optionen: Marco Führich und Chris Kasprzak könnte hier ebenfalls spielen.“ Beide hätten „ein gutes Auge“ und seien „am Ball sehr gut“.

Im Kader des FC FC Castrop-Rauxel sind die Defensiv-Akteure Chris Kasprzak (Mitte), Bastian Niebert (l.) und Marco Führich (r.) drei Akteure, die auch als Spielgestalter auftreten können. © Hermann Klingsieck © Hermann Klingsieck

Spielführer Flaczek stuft Marco Führich und Chris Kasprzak allerdings auch im defensiven Mittelfeld als „stark“ ein – und können sich somit stets einen Platz in der Start-Elf sichern. Im Bereich vor der Abwehr kann auch Bastian Niebert auftrumpfen. Flaczek: „Insgesamt haben wir sehr viele Möglichkeiten.“

Marco Führich erklärt: „Wir haben viele Leute, die schon im Zentrum gespielt haben. Auf der Sechser- und Zehner-Position – oder auch auf der Acht. Er sagt: „Emir Alic, Chris Kasprzak, Bastian Niebert, ich selbst. Ja und auf jeden Fall Onur Cakir – die Maschine.“

Zu Markus Scherff merkt Coach Michael Wurst aus eigener gemeinsamer Erfahrung bei TuRA Rüdinghausen an: „Markus ist für jeden Gegenspieler ein sehr unangenehm zu spielender Fußballer.“ Auf ihn dürfen sich der FC Castrop-Rauxel und dessen Fans also freuen. Aber auch Scherff wird wohl die Erfahrung machen, dass Fußball in der Westfalenliga und der Bezirksliga zwei sehr verschiedene Paar Schuhe sind.

Frag nach bei Fatlum Zaskoku: Dieser hatte vor der wegen der Corona-Pandemie annullierten Saison 2020/21 beim A-Kreisligisten VfB Habinghorst angeheuert und diese Erfahrung gemacht. Als Stammspieler und Kapitän des Oberliga-Meisters und Regionalliga-Aufsteigers SV Straelen wechselte Fatlum Zaskoku in die Niederungen des Kreisliga-A-Fußballs – und kam dort laut eigener Aussage nicht auf Anhieb zurecht.

Ihre Autoren
Lokalsport Castrop-Rauxel
Ein Journalist macht sich aus Prinzip keine Sache zu eigen, nicht einmal eine gute (dieses Prinzip ist auch das Motto des Hanns-Joachim-Friedrichs-Preises).
Zur Autorenseite
Jens Lukas
Freier Mitarbeiter
Über 30 Jahre als Sportredakteur aktiv, bin ich nun im "Unruhestand" seit der Saison 2018/2019 als Freier Mitarbeiter für den Castroper Sport am Ball - eine neue, spannende Erfahrung. Meine journalistischen Fachgebiete sind alle Ballsportarten, die Leichtathletik und Golf. Mit den deutschen Spitzen-Fechtern war ich in den frühen 2000er-Jahren bei Welt- und Europameisterschaften in der "halben Welt" unterwegs.
Zur Autorenseite
Avatar

Der neue Lokalsport-Newsletter für Dorsten

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Dorstener Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.