Haben einen neuen Kollegen: Die Spieler von Türkspor Dortmund. © Stephan Schuetze

Ex-Regionalliga-Spieler bleibt Türkspor Dortmund treu, auch wenn er von Problemen spricht

Jetzt steht schon fest, dass Türkspor Dortmund auch in der kommenden Spielzeit einen für die Landesliga überqualifizierten Kader hat. Dafür sorgt auch eine Vertragsverlängerung.

Der ambitionierte Fußball-Landesligist Türkspor Dortmund hat schon sechs Neuzugänge für die kommende Spielzeit vermeldet. Rasim Suleyman, der schon bei Rot-Weiss Essen in der Jugend , RW Ahlen sowie Hansa Friesoythe – einem Klub aus Niedersachsen – kickte, hat zuletzt in seinem Heimatland Bulgarien in der zweiten Liga bei FK Sozopol gespielt.

Weiter haben Youssef Yesilmen und Pascal Schmidt zugesagt. Yesilmen ist 32 Jahre alt und hat den Großteil seiner Fußballerkarriere als Profi in der Türkei verbracht. Pascal Schmidt war zuletzt beim Regionalligisten RW Ahlen am Ball. Hinzu kommen die drei Talente: Okan Leifels (Borussia Dröschede), Dennis Donkor und Fadi Ait Laama Fahsi (beide TSC U19).

Nino Saka (hinten), hier im Trikot von Erndtebrück gegen den HSV, bleibt bei Türkspor.
Nino Saka (hinten), hier im Trikot von Erndtebrück gegen den HSV, bleibt bei Türkspor. © imago/Revierfoto © imago/Revierfoto

Hinzu kommt, dass die wichtigsten Stützen von Türkspor Dortmund für die kommende Spielzeit zugesagt hatten. Muhammed Acil, Ömer Akman oder Marcel Reichwein zum Beispiel. Und jetzt hat ein weiterer Topspieler zugesagt: Nino Saka. Der Außenverteidiger kam vor der Spielzeit vom Regionalliga-Absteiger FC Kaan-Marienborn zu Türkspor. Er kickte zuvor in der Oberliga für den FC Brünninghausen.

„Für mich war schnell klar, dass ich hier verlängere. Auch wenn es zwischenzeitlich Probleme gab“, sagt Saka. Damit spricht er zum einen die Zeit an, als das Trainer-Duo Kevin Großkreutz und Reza Hassani gegangen ist, weil der Präsident Dr. Akin Kara Dimitrios Kalpakidis als Sportlichen Leiter verpflichtet hat. Da sei Unruhe innerhalb der Mannschaft aufgekommen. „Ich war traurig, dass beide gegangen sind. Aber das ist Fußball. Am Ende entscheidet der Boss.“

Der Boss ist Dr. Akin Kara

Und der Boss ist Dr. Akin Kara. Und den schätzt den 28-Jährigen sehr. „Ich bin ein Risiko eingegangen, als ich hier hingekommen bin. Ich habe in Siegen gelebt und dort eine Ausbildung angefangen. Der Doc hat mir aber eine neue Ausbildung besorgt. Der Job zum Kaufmann im Gesundheitswesen macht mir auch Spaß.“

Sportlich lief es noch nicht rund bei Saka und Türkspor. Und das ist das andere Problem seiner bisherigen Türkspor-Zeit. „Ich konnte den Leuten noch gar nicht zeigen, was ich wirklich kann. Ich bin mit mir selbst unzufrieden gewesen. Da muss mehr von mir kommen“, sagt er. Saka musste aufgrund eines Muskelfaserrisses im rechten Oberschenkel immer wieder pausieren, kam so nur zu drei Einsätzen mit mittelmäßigen Auftritten.

Er habe auch zu viele Kilos mit sich herumgetragen. „Jetzt habe ich schon sechs Kilogramm abgenommen. Bis zu meinem Regionalliga-Gewicht benötige ich nur noch zwei“, sagt Saka. Ihm sei die Corona-Pause auch entgegengekommen. So habe er nicht nur abgenommen, sondern sich auch wieder richtig fit gemacht. „Ich fühle mich gut.“

Er hofft jetzt einfach, dass es bald wieder losgeht und freut sich auf seinen neuen Trainer Sebastian Tyrala. „Wir haben auch schon telefoniert. Wir kennen uns, weil Sebastian damals mit meinem Bruder Kosi zusammen beim BVB gespielt hat“, sagt Saka. So wie er klingt, kann sich der Klub auf seinen siebten Neuzugang freuen. Denn erst jetzt werde der Klub den wahren Nino Saka sehen.

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Thomas Schulzke